Foambot
Ein Roboter baut sich selbst

US-Wissenschaftler haben einen Roboter entwickelt, der sich selbst reproduziert. Foambot besteht aus Fertigteilen, die mit Hartschaum verbunden werden und soll sich spontan für wechselnde Aufgaben selbst bauen.
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BerlinEin gern beschworenes Schreckensszenario ist, dass sich Roboter reproduzieren und sich gegen die Menschen wenden. Ersteres ist inzwischen eingetreten: US-Wissenschaftler haben einen Roboter entwickelt, der sich selbst baut. Dass er die Menschen ausradiert, scheint eher unwahrscheinlich.

Foambot heißt der Roboter, den Wissenschaftler der University of Pennsylvania (Penn) in Philadelphia um Shai Revzen entwickelt haben. Wie der Name bereits ausdrückt, besteht er aus einem Polyurethanschaum, der vorgefertigte Komponenten miteinander verbindet.

Die Komponenten, CK-Bots genannt, bestehen aus Gelenken, Aktoren und Mikrocontrollern, an deren beiden Stirnseiten eine Platte sitzt. Jeder dieser CK-Bots kann sich ähnlich wie ein Raupe fortbewegen - das Penn-Team hat sie bereits früher entwickelt als Komponenten sich selbst organisierender Roboter. Die CK-Bots werden in einer Grundform positioniert. Das kann durch die Robotiker geschehen, oder sie werden durch einen weiteren Roboter auf ihren Platz geschoben.

Die eigentliche Aufgabe dieser Roboter ist aber eine andere. Auf einem kleinen Wagen sind eine Spritze und ein Behälter mit den Zutaten für den Schaum montiert. Sind alle CK-Bots am richtige Platz, spritzt der Wagen den Schaum so, dass die CK-Bots zu einem Gebilde verbunden sind. Damit Schaum und Fertigteile besser zusammenhalten, sind an den Platten Bolzen befestigt, die in den Schaum hineinragen, was der Verbindung mehr Stabilität verleihen soll.

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Ein Roboter baut sich selbst

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Schlangen- und Vierfuß-Roboter

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