Forscher entwickeln Laser auf Chip

Forschung + Innovation
Forscher entwickeln Laser auf Chip

Dem US-Chiphersteller Intel ist nach eigenen Angaben ein Durchbruch in der Laserforschung gelungen, der zu kostengünstigen Laseranwendungen auf Siliziumbasis führen könnte.

mx DÜSSELDORF. „Wir haben zum ersten Mal demonstriert, dass gewöhnliches Silizium genutzt werden kann, um Geräte zu bauen, die Licht verstärken“, sagt Mario Paniccia, Direktor des Intel Photonics Technology Lab in Oregon. Die Technik ebene den Weg für die zukünftige Herstellung hochwertiger Laser und optischer Geräte in der EDV, Datenverarbeitung und in der Medizin.

Die Wissenschaftler, über deren Entdeckung das Magazin Nature berichtet, haben auf einem fingernagelgroßen Halbleiter einen so genannten Raman-Laser integriert. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die atomaren Schwingungen des Siliziums das Licht verstärken, sobald das Licht den Chip durchdringt.

„Für solche Siliziumwellenleiter ist eine Massenfertigung denkbar, so dass auch in PCs und Netzwerken Licht als Datenträger in Frage kommt“, erklärt Christian Anderka von Intel Deutschland. Mit einer optischen Kommunikation im PC, die bisher nur wie beim Glasfaser-Telefonnetz über weite Distanzen bekannt ist, seien höhere Datendurchsatzraten zu erzielen. Noch befänden sich die Forscher aber am Beginn der Arbeit: „Eher 2010 als 2005“ sei mit ersten Produkten zu rechnen, so der Intel-Sprecher.

Weiteres Einsatzpotenzial sieht Intel für die Laser auf Siliziumbasis auch in der Medizintechnik: Zahnärzte und Chirurgen könnten die massengefertigte Lasertechnik als Operationsinstrument verstärkt einsetzen. „Das könnte sich dann jeder leisten“, sagt Anderka.

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