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Forscher entziffern 3 000 Jahre alten Fluch

Ein Mainzer Sprachwissenschaftler hat die nach Angaben der Johannes Gutenberg-Universität älteste alphabetische Inschrift entziffert und übersetzt. Es handele sich unter anderem um einen rund 3 000 Jahre alten Fluch auf Grabschänder, teilte die Universität am Donnerstag in Mainz mit.

dpa MAINZ. Ein Mainzer Sprachwissenschaftler hat die nach Angaben der Johannes Gutenberg-Universität älteste alphabetische Inschrift entziffert und übersetzt. Es handele sich unter anderem um einen rund 3 000 Jahre alten Fluch auf Grabschänder, teilte die Universität am Donnerstag in Mainz mit.

Der Althebräisch-Experte Reinhard Lehmann fotografierte die vollständig erhaltene phönizische Inschrift aus der Zeit von 1 000 vor Christi auf einem schon 1923 entdeckten Sarkophag (Steinsarg) aus Byblos im Nationalmuseum der libanesischen Hauptstadt Beirut und entschlüsselte die Zeichen.

„Die 38 Wörter umfassende und in einem alten nordphönizischen Dialekt geschriebene Inschrift kann immer noch als das älteste zusammenhängend lesbare Zeugnis der im Prinzip bis heute verwendeten Alphabetschrift gelten“, sagte Lehmann. Die entzifferte Inschrift laute übersetzt unter anderem: „...und deckt man diesen Sarkophag auf, dann sei entblättert der Stab seiner Gerichtsamkeit, sei umgestürzt der Thron seines Königtums und die Ruhe fliehe von Byblos...“.

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