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Forscher: Erwärmung um drei Grad ließe Grönlandeis rapide schmelzen

Schon eine globale Erwärmung um drei Grad Celsius ließe nach neuen wissenschaftlichen Modellrechnungen das Grönlandeis rapide schmelzen.

dpa BREMERHAVEN/WASHINGTON. Schon eine globale Erwärmung um drei Grad Celsius ließe nach neuen wissenschaftlichen Modellrechnungen das Grönlandeis rapide schmelzen. Das berichtet ein Forscherteam um den Glaziologen Philippe Huybrechts vom Alfred- Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Science“ (Bd. 310, S. 456).

Bliebe es beim derzeitigen Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre, könnte dieser Prozess bereits 2050 unwiderruflich in Gang gesetzt werden, hieß es. Ein völliges Abschmelzen des grönländischen Inlandeises und der Eiskappe der Antarktis würde den Meeresspiegel um etwa 70 Meter ansteigen lassen.

Die Modellrechnungen zeigen den Forschern zufolge, dass die weltweiten Eisvorkommen sensibler auf die globale Klimaerwärmung reagieren als bisher angenommen. Bereits heute sei auf Grund der globalen Erwärmung ein zunehmendes Abschmelzen der Gletscher auf Grönland zu erkennen. Wegen eines erhöhten Schneefalls in der Antarktis sei ein bedrohlicher Anstieg des Meeresspiegels bisher aber ausgeblieben. Bei einer weiteren Erderwärmung um drei Grad könnte der Schneefall in der Antarktis diesen Ausgleich nach dem 21. Jahrhundert aber nicht mehr bewirken.

Es werde deutlich, wie wichtig zuverlässige Daten über das gesamte Eisvorkommen auf unserem Planeten seien, erklärten die Forscher. Solche Informationen sollte der Anfang Oktober beim Start verloren gegangene Satellit Cryosat liefern. Ein Neustart von Cryosat sei daher wichtiger den je.

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