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Forscher: Hochzeit ist oft das Ende krimineller Karrieren

Mit dem „Ja“ auf dem Standesamt werden aus Kriminellen oft wieder rechtschaffende Bürger. Diese Erkenntnis hat der US-amerikanische Wissenschaftler John H. Laub gewonnen, der die Lebenswege von 500 Kriminellen aus Boston ausgewertet hat.

dpa JENA. Mit dem „Ja“ auf dem Standesamt werden aus Kriminellen oft wieder rechtschaffende Bürger. Diese Erkenntnis hat der US-amerikanische Wissenschaftler John H. Laub gewonnen, der die Lebenswege von 500 Kriminellen aus Boston ausgewertet hat.

„Mit der Heirat wurde in vielen Fällen aus dem Partyboy der verantwortungsbewusste Familienvater“, sagte der Kriminologie- Professor von der University of Maryland am Montag auf einer Tagung der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Zwei weitere Ereignisse beenden nach Erkenntnis von Laub häufig kriminelle Aktivitäten: Umzug und Krieg. Wie bei der Heirat kämen die Betroffenen damit in ein neues Umfeld, erklärte er. Die Theorie, dass das Aufwachsen im anrüchigen Milieu zwangsläufig zu lebenslanger Kriminalität führen muss, sei mit seinen Erkenntnissen widerlegt. Eine Vorhersage, wie lange ein Jugendlicher kriminell bleibt, sei nicht möglich. „Sollte jemand mit 40 allerdings noch kriminell sein und im kriminellen Milieu leben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er dort bleiben wird“, sagte der Wissenschaftler.

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