Forscher hoffen auf Erkenntnisse für bemannte Flüge: Testpuppen messen Strahlung im Weltall

Forscher hoffen auf Erkenntnisse für bemannte Flüge
Testpuppen messen Strahlung im Weltall

Die Internationale Raumstation ISS wird bald von mehr Puppen als von Menschen bevölkert sein. Zwei Nachbildungen des menschlichen Körpers starten am Donnerstag mit dem russischen Raumfrachter Progress zu dem Außenposten im All.

HB MOSKAU. Mit den Forschungsdummys soll die Langzeitwirkung der Weltraumstrahlen auf einzelne menschliche Organe gemessen werden. Weil bereits ein US-Forschungsdummy auf der ISS lebt, werden die drei Puppen dort künftig in der Überzahl sein.

Die Puppen sollen Erkenntnisse für den nächsten Griff des Menschen nach den Sternen liefern, zum Beispiel für bemannte Flüge zum Mars. „Die Strahlung stellt das zentrale Problem für die Mediziner dar, wenn wir an Langzeitaufenthalte im All denken“, sagte Rupert Gerzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag in Moskau zu dem Projekt.

Mitte März soll eine der Puppen außen am russischen ISS-Modul „Swesda“ angebracht werden und die Strahlung im offenen Kosmos einfangen. Der Torso besitzt zwischen Gehirn und Leiste – dort wo wichtige Organe sitzen – zahlreiche Messgeräte. Diese erfassen ein Jahr lang die Weltraumstrahlen und zeichnen diese auf. Der andere Dummy wird im Innern der Weltraumstation untergebracht. Die Forscher erhoffen sich zusätzlich neues Wissen über die Wirksamkeit von Strahlentherapien gegen Krebs.

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