Forschung + Innovation
Forscher: Körpereigener Eiweißstoff löst Brustkrebs aus

Ein körpereigener Eiweißstoff ist Wissenschaftlern des Bonner Forschungszentrums Caesar zufolge ein möglicher Auslöser von Brustkrebs. Der Eiweißstoff YB-1 löse fehlerhafte Zellteilungen aus, die zur Tumorbildung führen, teilte Caesar am Dienstag in Bonn mit.

dpa BONN. Ein körpereigener Eiweißstoff ist Wissenschaftlern des Bonner Forschungszentrums Caesar zufolge ein möglicher Auslöser von Brustkrebs. Der Eiweißstoff YB-1 löse fehlerhafte Zellteilungen aus, die zur Tumorbildung führen, teilte Caesar am Dienstag in Bonn mit.

Die Aufdeckung dieses Entstehungsmechanismus eröffne neue Möglichkeiten für die Brustkrebstherapie. YB-1 spiele normalerweise bei der Zellteilung und der Abwehr von Umweltbelastungen eine Rolle. Erhöhte Konzentrationen des Eiweißstoffes in Brustgewebezellen hätten in Experimenten mit Mäusen jedoch zu fehlerhaften Zellteilungen und genetischen Schäden wie überzähligen Chromosomen geführt.

Rund eine Million Frauen und 10 000 Männer erkranken weltweit nach Angaben des Forschungszentrums jährlich an Brustkrebs. Fünf Prozent der Erkrankungen seien erblich bedingt, bei 95 Prozent sei der Entstehungsmechanismus bisher unbekannt.

Die Arbeit ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Cancer Research“ (Bd. 65, S. 4 078) veröffentlicht. Daran beteiligt waren auch Forscher der Universität Düsseldorf, des Berliner Universitätsklinikums Charité, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

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