Forscher messen, wie aggressiv eine Umgebung auf Materialien wirkt
Glasplättchen warnen frühzeitig vor Gefahren aus der Umwelt

Wie schnell ein Eisenblech rostet, hängt unter anderem davon ab, wo es aufbewahrt wird. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC haben einen Glassensor entwickelt, mit dem sie messen können, wie korrosiv eine Umgebung ist.

HB/hsn DÜSSELDORF. Mit diesen dünnen Plättchen aus Spezialglas lässt sich im Freien ein Umwelt-Monitoring betreiben. In Innenräumen könnten empfindliche Produktionsprozesse wie etwa die Chipherstellung überwacht werden.

Wie schnell ein Material korrodiert, hängt nicht nur von der Niederschlagsmenge in einer Gegend ab, hinzu kommen Faktoren wie Luftfeuchte und Temperatur sowie gasförmige Schadstoffe, etwa Stickoxide und Schwefelverbindungen. Gewöhnlich werden all diese Parameter einzeln gemessen. Aussagen über korrosive Wirkungen sind dadurch schwer zu treffen, denn Korrosion wird vom Zusammenspiel aller variablen Faktoren beeinflusst. Mit wenige Zentimeter großen Plättchen aus Spezialglas lässt sich die komplexe Wirkung jedoch kalkulieren.

Die Plättchen bestehen aus besonders korrosionsempfindlichem, oberflächenpoliertem Glas. Die Forscher stellen die Glassensoren am jeweiligen Ort auf. Nach einigen Wochen werten sie die Scheibchen mit Infrarotspektroskopie aus. Dadurch können sie quantifizieren, wie sich die Zusammensetzung des Glases verändert hat. Aus den Daten schließen sie, welche Schäden für andere anorganische Materialien wie Stein und Metall zu erwarten sind.

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