Forschung + Innovation
Forscher sehen Zusammenhang von zu viel Cholesterin und Alzheimer

Mit einem erhöhten Cholesterinspiegel steigt nach Erkenntnissen von Forschern das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung.

dpa BONN. Mit einem erhöhten Cholesterinspiegel steigt nach Erkenntnissen von Forschern das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung. Wie das Nationale Genomforschungsnetz (Ngfn) in Bonn am Sonntag mitteilte, hätten Wissenschaftler die molekularen Zusammenhänge zwischen einem gestörten Fettstoffwechsel und der Gehirnerkrankung aufgedeckt. Die Ergebnisse ihrer Studie solle in der Fachzeitschrift „Nature Cell Biology“ veröffentlicht werden.

Ein hoher Cholesterinspiegel im Gehirn könne dazu führen, dass das Protein Amyloid Beta (A beta) vermehrt gebildet werde, erläutert die Ngfn. Aus diesem Eiweiß entstehe auch die Substanz A beta 42, die sich bei Alzheimer-Patienten in großen Mengen im Gehirn ansammle und Nervenzellen schädige. Die Ngfn-Wissenschaftler hätten jetzt herausgefunden, dass das A beta Protein eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel spielt.

Gerate der Stoffwechsel durch einen zu hohen Cholesterinspiegel aus dem Gleichgewicht, könne das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung steigen, erklärt Tobias Hartmann, der die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie leitet. Bereits vor vier Jahren habe Hartmanns Arbeitsgruppe gezeigt, dass cholesterinsenkende Medikamente zur Therapie bei Alzheimer- Patienten eingesetzt werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%