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Forscher untersuchen Unterwasservulkane in der Südsee

Deutsche Wissenschaftler haben zum ersten Mal Unterwasservulkane zwischen Neuseeland und Tonga mit einem Tauchboot untersucht.

dpa KIEL. Deutsche Wissenschaftler haben zum ersten Mal Unterwasservulkane zwischen Neuseeland und Tonga mit einem Tauchboot untersucht.

Im Bereich des Tonga-Inselbogens seien in einer Wassertiefe zwischen 150 und 950 Metern Vulkane mit mächtigen Lavaströmen und metallreichen Ablagerungen in bisher nicht bekanntem Ausmaß aktiv, sagte der Leiter der Expedition, Peter Stoffers, von der Universität Kiel am Donnerstag. Nach Angaben der Universität sind die Vulkane zwar sehr aktiv, die Wissenschaftler können aber noch nicht einschätzen, wie groß eine mögliche Tsunamigefahr ist.

Das Team hatte 30 Tage lang mit amerikanischen Tauchbooten geforscht. Bei 13 Tauchgängen seien aktive so genannte Schornsteine etwa aus Eisen- und Kupfersulfiden mit einer Höhe bis zu zehn Metern gefunden worden. „Die dort austretenden heißen Wässer haben Temperaturen bis zu 265 Grad“, sagte Stoffers. Die Wissenschaftler beobachteten auch ausströmendes Gas.

Bereits seit 2002 erforschen die Kieler Wissenschaftler mit dem deutschen Forschungsschiff Sonne die Vulkane unter Wasser entlang des Tonga-Inselbogens. Dort haben Forscher in den vergangenen sechs Jahren 75 bislang nicht bekannte Vulkane entdeckt.

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