Forscher warnt
Hurrikans werden zerstörerischer

Hurrikans sind in den vergangenen Jahrzehnten schlimmer geworden und drohen an zerstörerischer Kraft noch zuzunehmen.

dpa LONDON. Eine Ursache sei die globale Erwärmung, schreibt der US-Forscher Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge im Wissenschaftsmagazin „Nature“ (DOI: 10.1 038/nature03906).

Emanuel, einer der führenden Hurrikanforscher, wertete die Daten von tropischen Wirbelstürmen seit Mitte des 20. Jahrhunderts aus. Dabei stellte er fest, dass Wirbelstürme sowohl im nördlichen Atlantik als auch im Nord-Pazifik seit 1975 immer mehr Energie freisetzten. Die Dauer der Unwetter und die Windgeschwindigkeiten hätten um etwa 50 Prozent zugenommen während der vergangenen 50 Jahre.

Die größere Sturmintensität ging laut Emanuel einher mit steigenden Durchschnittstemperaturen an der Oberfläche der tropischen Meere. „Das deutet darauf hin, dass diese Erwärmung - die auch auf die globale Erwärmung zurückgeführt werden kann - verantwortlich ist für die stärkere Kraft der Hurrikans.“ Da die Bevölkerungsdichte an den Küsten zunehme, könnte es künftig noch mehr Verletzte und Tote durch tropische Wirbelstürme geben, warnt der Autor.

Die Studie gehe über bisherige Forschungen hinaus, schreibt Emanuel. Bislang habe im Vordergrund gestanden, ob es mehr Hurrikans gibt als früher - ohne eine klare Bestätigung dafür zu finden. Nun sei überprüft worden, ob die Hurrikans stärker wurden. „Klimamodelle und -Computersimulationen zeigen, dass die Erwärmung tatsächlich stärkere Stürme erzeugen kann“, heißt es.

Ein tropischer Wirbelsturm wird im asiatischen Raum Taifun genannt, an den Küsten Mexikos und Mittelamerikas Hurrikan - nach dem indianischen Wort huracan (Gott des Windes). In diesem Jahr begann die Saison, die bis November dauert, ungewöhnlich früh bereits im Juli mit den Hurrikans „Dennis“ und „Emily“ und dem Taifun „Haitang“.

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