Forschung
Bund und Länder stocken Forschungsmittel auf

Bund und Länder wollen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für Forschung ausgeben. Nach dem Beschluss ihrer Wissenschaftsminister vom Montag wächst der Etat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2008 um drei Prozent.

dpa BERLIN. Bund und Länder wollen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für Forschung ausgeben. Nach dem Beschluss ihrer Wissenschaftsminister vom Montag wächst der Etat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2008 um drei Prozent.

Damit stehen für die Forschung an den Hochschulen erstmals mehr als zwei Mrd. Euro zur Verfügung. Der Haushalt der Max-Planck-Institute, die Grundlagenforschung betreiben, steigt ebenfalls um drei Prozent auf gut eine Milliarde. Die Leibniz-Gemeinschaft mit ihren zahlreichen kleineren Instituten, Museen und Archiven bekommt als Ausgleich für frühere Sparrunden sogar fünf Prozent mehr, insgesamt 812 Mill. Euro.

Nach den Worten des Vorsitzenden der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung (BLK), Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD), hat sich mit den Etatsteigerungen der „Pakt für die Forschung“ bewährt. Die finanziellen Zusagen von Bund und Länder an die Wissenschaft seien eingehalten worden. Der Pakt war 2005 von den Regierungschefs von Bund und Länder für die Jahre 2006 bis 2010 verabredet worden.

Gleichwohl wächst bei Bund und Ländern die Sorge, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin zu wenig in Forschung und die Entwicklung neuer Produkte investiert. Das von den EU- Regierungschefs in Lissabon verabredete Ziel, von 2010 an dafür drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts auszugeben und damit Europa zur forschungsstärksten Region der Welt zu machen, könnte in Deutschland wegen der Zurückhaltung der Wirtschaft verfehlt werden.

Zöllner kündigte Gespräche mit der Wirtschaft an. Das EU-Ziel der Regierungschefs sei „keine Luftblase“, sagte er. Jeder müsse seinen Beitrag zur Zukunftssicherung leisten. Bundesbildungsstaatssekretär Michael Thielen sagte, es gebe angesichts der guten Konjunktur Anzeichen für eine größere Investitionsbereitschaft der Wirtschaft. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) forderte für die Unternehmen intelligente Anreize des Staates für mehr Forschungsinvestitionen.

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