Forschung
DFG erwartet massiven Anstieg der Tierversuche

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rechnet damit, dass die Zahl der Tierversuche in Europa drastisch steigen wird. Allein für die Umsetzung der neuen EU-Chemikalienrichtlinie Reach seien mindestens zehn Mill. zusätzlicher Tierversuche nötig.

dpa OSNABRüCK. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rechnet damit, dass die Zahl der Tierversuche in Europa drastisch steigen wird. Allein für die Umsetzung der neuen EU-Chemikalienrichtlinie Reach seien mindestens zehn Mill. zusätzlicher Tierversuche nötig.

Das sagte der Vorsitzende der DFG-Kommission für tierexperimentelle Forschung, Prof. Gerhard Heldmaier, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Reach verpflichtet die Industrie dazu, künftig auch Altchemikalien auf gesundheitliche Risiken und Spätfolgen untersuchen zu lassen.

Heldmaier sagte, der Widerstand gegen Tierversuche könne dazu führen, dass der Forschungsstandort Deutschland abgehängt würde. Sollten die Genehmigungsverfahren immer aufwendiger werden, könnte ein Großteil der tierexperimentellen Forschung ins Ausland abwandern. Nach Heldmaiers Angaben werden in Europa derzeit zehn Mill. Tierversuche pro Jahr durchgeführt, davon gut zwei Mill. in Deutschland.

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