Forschung
Hamburg stimmt Bau von Mega-Röntgenlaser Xfel zu

Am Deutschen Elektronen-Synchrotron (Desy) in Hamburg soll bis 2013 der weltweit einzigartige Röntgenlaser Xfel in Betrieb gehen.

dpa HAMBURG. Am Deutschen Elektronen-Synchrotron (Desy) in Hamburg soll bis 2013 der weltweit einzigartige Röntgenlaser Xfel in Betrieb gehen.

Der Senat der Hansestadt stimmte dem Abkommen zwischen Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein über den Bau des rund eine Milliarde Euro teuren Röntgenlasers zu. Der Hamburger Finanzierungsanteil beträgt inklusive der Grundstückskosten rund 70 Mill. Euro. Mit Hilfe der rund 3,4 Kilometer langen Anlage Xfel wollen Wissenschaftler unter anderem Moleküle für die Medizinische Forschung entschlüsseln.

Der Xfel sei ein Musterbeispiel norddeutscher Zusammenarbeit, sagte Wissenschaftssenator Jörg Dräger (parteilos). „Dank des neuen Europäischen Röntgenlasers wird die Metropolregion Hamburg zu einem der wichtigsten Zentren für Strukturforschung in Europa. Tausende von Wissenschaftlern werden jedes Jahr für ihre Forschung am Xfel nach Hamburg kommen“, erklärte Dräger.

Die neue Anlage ermöglicht unter anderem Aufnahmen von Molekülstrukturen und chemischen Reaktionen. Grob gesagt funktioniert der Röntgenlaser wie eine Kamera. Belichtungs- und Aufnahmezeiten sind aber extrem kurz. Das ermöglicht die Analyse von chemischen Reaktionen und anderen Prozessen bis hin zu Atomgröße. Hinter dem Kürzel Xfel steckt die Bezeichnung „Freie Elektronen Röntgenlaser“ (X-ray free-electron laser).

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