Forschung
Höhenforschungsflugzeug soll Schadstoffe in Atmosphäre untersuchen

Vom Geschäftsflieger zum Forschungsflugzeug: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Ruag Aerospace Services haben am Montag „Halo“ (High Altitude and Long Range Research Aircraft) vorgestellt.

dpa OBERPFAFFENHOFEN/MüNCHEN. Vom Geschäftsflieger zum Forschungsflugzeug: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Ruag Aerospace Services haben am Montag „Halo“ (High Altitude and Long Range Research Aircraft) vorgestellt.

Es ist eines der modernsten Höhenforschungsflugzeuge und soll in Zukunft von Oberpfaffenhofen bei München aus in der unteren Stratosphäre Umweltschadstoffe und Klima untersuchen. Im Sommer 2009 soll es die Arbeit aufnehmen.

Das Flugzeug soll den Wissenschaftlern einen Blick auf die Entwicklung der Vegetation oder die Eisverteilung an den Polen ermöglichen. Zu den Aufgaben gehören auch die Meereisverteilung in der Polarforschung, die Zerstörung der Ozonschicht und die Wolkenbildung. Untersucht werden sollen auch die Auswirkungen des Luftverkehrs und der von ihm verursachten Schadstoffe wie Stickoxide, Rußpartikel und CO2 in der Tropopausenregion, das ist die Höhe von acht bis 17 Kilometer.

Ein wichtiges Forschungsfeld sind ferner die Wege, die Schadstoffe in den Höhenregionen rund um den Erdball nehmen. „Früher hat man sich Gedanken gemacht, wie Schadstoffe vom Ruhrgebiet in den Bayerischen Wald ziehen, heute untersucht man interkontinentale Schadstoffströme zwischen Asien, Nordamerika und Europa“, sagte Helmut Ziereis, Projektleiter für „Halo“ beim DLR. In den nächsten Tagen wird das Flugzeug zunächst noch einmal in die USA fliegen, wo es in den kommenden Monaten fertiggestellt wird.

Der Umbau der Maschine vom Typ Gulfstream G550 dauerte etwa 20 Monate. Der zweistrahlige Jet kann auf eine Höhe von mehr als 15 Kilometern aufsteigen und hat eine Reichweite von 8 000 Kilometern.

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