Forschung: Neuer Kunststoff soll Muschel-Vielfraße bändigen

Forschung
Neuer Kunststoff soll Muschel-Vielfraße bändigen

Ein neuer Kunststoff soll den Appetit der gefräßigen Pfahlbohr-Muschel auf Holzpfähle in Häfen bändigen.
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dpa ROSTOCK/OSNABRÜCK. Die Pfähle ließen sich mit dem umweltverträglichen Material einfach ummanteln, teilen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Universität Rostock mit. Die DBU sagte 123 000 Euro für die Förderung des Uni-Projekts zu. Die weltweiten Schäden durch die wurmartige Muschelart, die sich mit Vorliebe von Holz ernährt, gehen nach Angaben der Forscher jährlich in die Milliarden. Der neue Kunststoff soll die Kosten nun drücken.

Das Vorhaben ermögliche den Erhalt großer und alter Hafenanlagen, ohne dass weiteres Holz verbaut werden müsse, erklärte DBU- Generalsekretär Fritz Brickwedde. Bisherige Versuche, die Pfähle etwa mit chemischen Imprägnierungen zu schützen oder Ersatz-Betonstützen aufzustellen seien meist teuer oder umweltschädlich.

Der Anti-Muschel-Kunststoff habe den Vorteil, dass andere Tiere und Pflanzen den Pfahl weiterhin besiedeln können, ohne dem Holz zu schaden. "Mit dem natürlichen "Labor" im Rostocker Hafen haben wir ideale Bedingungen, um die neue Technologie auszuprobieren", sagte Christian Dede von der Rostocker Universität.

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