Forschung: Schavan: Mehr Geld für Gesundheitsforschung

Forschung
Schavan: Mehr Geld für Gesundheitsforschung

Die Investitionen in die Gesundheitsforschung sollen deutlich aufgestockt werden. Ziel ist es, Fortschritte in der Wissenschaft schneller in die Patientenversorgung einfließen zu lassen und die Kosten im Gesundheitssystem zu senken.

dpa BERLIN. Die Investitionen in die Gesundheitsforschung sollen deutlich aufgestockt werden. Ziel ist es, Fortschritte in der Wissenschaft schneller in die Patientenversorgung einfließen zu lassen und die Kosten im Gesundheitssystem zu senken.

Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Dienstag in Berlin. Sie betonte, die Förderung der Gesundheitsforschung habe für die Bundesregierung hohen Stellenwert.

In den kommenden vier Jahren stehen nach den Worten Schavans insgesamt 630 Mill. Euro für Gesundheitsforschung zur Verfügung. Das seien 180 Mill. Euro mehr als ursprünglich geplant. Von 2008 an könne die Gesundheitsforschung jährlich mit 160 Mill. Euro gefördert werden. 2005 seien es 113 Mill. Euro gewesen.

Zu den Schwerpunkten zählen Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren, die zu international ausstrahlenden Schwerpunkten mit hervorragenden Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgebaut werden sollen. Für jedes dieser Zentren stellt das Ministerium jährlich rund vier Mill. Euro über fünf Jahre zur Verfügung - mit Verlängerungsmöglichkeit um weitere fünf Jahre.

Die Mittel-Aufstockung soll auch dazu dienen, in Kooperation mit der Pharmaindustrie Wirkung und Nebenwirkungen von Arzneien besser zu erforschen. Dafür gibt es 20 Mill. Euro für vier Jahre. An diesem Punkt wolle man „Hand in Hand“ mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Iqwig) zusammenarbeiten. Eine Konkurrenz zu dem Institut gebe es nicht, sagte Schavan. Das von der Pharmabranche heftig kritisierte Iqwig hat die Aufgabe, Kosten und Nutzen von Arzneien zu bewerten.

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