Forschungsvorstand: Software-Entwicklung und Kooperation mit Zulieferern verbessert
Daimler zieht Konsequenzen aus Elektronik-Pannen

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat Konsequenzen aus den zunehmenden Pannen bei der Autoelektronik gezogen.

HB STUTTGART. Software-Änderungen würden bei neuen Modellen nur noch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Beginn der Serienproduktion vorgenommen, sagte Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Forschung und Technologie, dem Handelsblatt im Vorfeld des Innovationssymposiums des Konzerns in Stuttgart. Dadurch solle verhindert werden, dass sich durch Detailverbesserungen bei der Software kurz vor Produktionsstart neue Fehler einschleichen.

Elektronik-Ausfälle gelten inzwischen bei allen Autoherstellern als Pannenursache Nummer eins. Nach einer Studie des Center Automotive Research steigt die Zahl der durch Elektronik verursachten Autopannen rasant: Fehlfunktionen in der Elektronik werden im laufenden Jahr für mehr als die Hälfte aller Ausfälle von Fahrzeugen im Alter zwischen drei und fünf Jahren verantwortlich sein.

Auch Mercedes hatte bei der Markteinführung mit Störungen der elektrischen Anlage bei der neuen E-Klasse zu kämpfen. Inzwischen seien die Fehler jedoch abgestellt, versichert Daimler-Chrysler. In der aktuellen DSI-Studie zur Händlerzufriedenheit von der Bamberger Forschungsstelle Automobilwirtschaft handelte sich Mercedes allerdings erneut einen Rüffel für die Qualität der Neuwagen ein.

Weber, der im Konzern ab Mai auch die Federführung für die Entwicklung bei Mercedes übernimmt, will das jedoch in naher Zukunft ändern. „In meiner Verantwortung für Forschung und Entwicklung werde ich mich ganz klar auf die Qualität konzentrieren“, sagte Weber. Als Konsequenz könnten künftige Modelle im Konzern auch das eine oder andere Feature weniger an Bord haben. Weber kann sich „durchaus vorstellen, zumindest bei den Fondtüren wieder mechanische Fensterkurbeln anzubieten“. Auch bei der Bedienung des Radios sei eine Rückkehr zu klassischen Bedienelementen sehr gut denkbar.

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