Fossilienfund
Unbekannter Urahn der Raubsaurier entdeckt

Einen bislang unbekannten Vorfahren der Raubsaurier haben US-Wissenschaftler in New Mexico entdeckt. Der Fund könnte auch Aufschluss über den Ursprung der Riesenechsen geben.
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HB WASHINGTON. Amerikanische Paläontologen glauben den Ursprung der Dinosaurier enträtselt zu haben. Ihren Untersuchungen zufolge lebteb die Stammväter der Riesenechsen vermutlich im Gebiet des heutigen Südamerika. Schon früh hätten sie sich dort in drei große Hauptgruppen geteilt und die Erde der Trias-Zeit besiedelt. Das schließen die Forscher aus den Körpermerkmalen eines 213 Millionen Jahre alten Sauriers, den sie im amerikanischen Fachjournal „Science“ beschreiben.

Wissenschaftler um Sterling Nesbitt von der Universität von Texas in Austin hatten in New Mexico die Überreste mehrerer bisher unbekannter Saurierarten aus dem Trias gefunden - einer Zeit, in der die Saurier erst am Anfang ihrer Entwicklung standen. Darunter war das fast vollständige Skelett eines frühen Raubsauriers (Theropoden), der auf den Hinterbeinen lief. Er war mit etwa zwei Metern Länge und 70 Zentimetern Höhe etwa so groß gewesen wie ein großer Hund, berichten die Forscher. Da das Skelett von einem Jungtier stammte, waren erwachsene Tiere vermutlich um etwa ein Drittel größer. Der Saurier bekam den Namen Tawa hallae, nach dem Sonnengott der Hopi-Indianer und der Paläontologin Ruth Hall.

Die körperlichen Merkmale des Tieres sind ungewöhnlich , berichten die Forscher. Sein Becken ähnelt dem früherer Raubsaurier, seine Wirbel mit Hinweisen auf Luftsäcke dagegen eher gleich alten und späteren Verwandten. Zudem hat das Tier Ähnlichkeiten mit einem älteren südamerikanischen Saurier, Herrerasaurus, dessen Rolle in der Evolution der Saurier umstritten war. Die Eigenarten von Tawa hallae zeigten, dass dieser zur Hauptentwicklungslinie der Echsen zählte, die ihren Ursprung vermutlich im heutigen Südamerika hatten, erklären die Forscher. Gestützt wird dies durch zwei weitere Saurierfunde an der gleichen Stelle, die untereinander weniger Ähnlichkeiten aufweisen als mit Sauriern vom Südkontinent.

Die Entwicklung der Saurier begann im Trias, vermutlich vor etwa 250 Millionen Jahren, als die Landmasse der Erde einen einzigen Superkontinent namens Pangaea bildete. Die frühe Aufspaltung in die Raubsaurier, zu denen der sehr viel später Tyrannosaurus rex zählte, die riesigen pflanzenfressenden Saurischiern und die sogenannten Vogelbeckensaurier wie Stegosaurus, ist wegen der Seltenheit von Funden aus ihrer Frühzeit noch umstritten.

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  • Haha. Diese betrüger.
    Die letzten Zuckungen der Evolutionstheorie.
    Es gibt nicht einen ernst zu nehmenden Fossilienfund,der eine Übergangsform darstellt.
    Und Mutationen sind immer destruktiv. Und Pasteur hat bewiesen: Eine lebende Zelle entsteht niemals aus toter Materie.
    Achso. Wie wahrscheinlich ist eigentlich der Zufall?

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