Forschung + Innovation
Frau bringt nach Entfernung von Eierstockgewebe Baby zur Welt

Eine Belgierin hat sieben Jahre nach der vorübergehenden Entfernung ihres Eierstockgewebes ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Das teilten Mediziner der Universitätsklinik Saint-Luc in Brüssel in der Online-Ausgabe des britischen Medizinjournals „Lancet“ vom Freitag mit.

dpa BRÜSSEL. Eine Belgierin hat sieben Jahre nach der vorübergehenden Entfernung ihres Eierstockgewebes ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Das teilten Mediziner der Universitätsklinik Saint-Luc in Brüssel in der Online-Ausgabe des britischen Medizinjournals „Lancet“ vom Freitag mit.

Ärzte hatten der heute 32-Jährigen das Eierstockgewebe vor einer Chemotherapie entnommen und anschließend eingefroren. Später wurde ihr das Gewebe wieder implantiert. Elf Monate nachdem sie das Gewebe erhalten hatte, sei eine Schwangerschaft festgestellt worden, berichtete das Ärzteteam um Prof. Jacques Donnez. Am Donnerstagabend habe die Frau ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht.

Dies ist nach Angaben der Klinik das erste Mal, dass eine Frau nach einer solchen Behandlung ein Kind bekommen hat. Bereits im Juni dieses Jahres meldeten dänische Ärzte Fortschritte bei der Behandlung ehemals krebskranker Frauen mit Kinderwunsch. Sie gewannen einen Embryo aus den Eizellen einer Frau, deren Eierstockgewebe zwei Jahre lang eingefroren war, und setzten diesen Embryo in die Gebärmutter ein.

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