Forschung + Innovation
Frauen während fruchtbarer Zeit eher verführt zum Seitensprung

Frauen in festen Beziehungen mögen den Duft von selbstbewussten, kräftigen Männern besonders an den fruchtbaren Tagen. Kurz vor ihrem Eisprung seien diese Frauen auch bereiter für das Fremdgehen, berichtete ein Team um Jan Havlicek von der Karlsuniversität in Prag.

dpa PRAG/LONDON. Frauen in festen Beziehungen mögen den Duft von selbstbewussten, kräftigen Männern besonders an den fruchtbaren Tagen. Kurz vor ihrem Eisprung seien diese Frauen auch bereiter für das Fremdgehen, berichtete ein Team um Jan Havlicek von der Karlsuniversität in Prag.

In der Untersuchung mit britischen Studenten bevorzugten die Frauen in der fruchtbaren Zeit sogar einen dominant wirkenden Männergeruch, der sie an anderen Tagen gar nicht aufregte. Single-Frauen hingegen reagierten auf die selben Gerüche immer gleich bleibend.

Fazit der Forscher: Frauen scheinen eine „gemischte Partnerstrategie“ zu besitzen: Streng biologisch würden sie sich eher dominante Männer als Väter ihrer Kinder wünschen, als Lebenspartner sei für sie jedoch ein „berechenbarer“, sinnlicher Mann besser geeignet. Diesem werde mehr Fürsorge für den Nachwuchs unterstellt.

Für die Untersuchung hefteten die Forscher 48 Studenten zwischen 19 und 27 Jahren einen Tag lang Baumwollstreifen unter die Achseln und ließen diese anschließend von 65 Studentinnen anhand einer 7- Punkte-Skala auf „Kraft und Sinnlichkeit“ bewerten. „Das Besondere sehe ich im Zusammenwirken der Psyche mit dem Geruchssinn, und das vor dem Hintergrund von Menstruationszyklus und Partnerschaft“, sagte Havlicek am Donnerstag in Prag.

Den Forschern zufolge würden Frauen für eine Affäre offenbar selbstbewusste, kräftige Männer mit „gutem Genmaterial“ bevorzugen. Um ihren Körpergeruch nicht zu verfälschen, hatten die männlichen Testpersonen zwei Tage lang auf Alkohol, Tabak, gewürzte Speisen und Parfüm verzichtet.

„Diese Untersuchung wurde in England durchgeführt. Es wäre interessant zu wissen, ob wir zum Beispiel in Argentinien oder Indien zu den gleichen Ergebnisse kämen“, sagte Havlicek. Die Forscher präsentieren ihre Arbeit in den „Biology Letters“ der britishen Royal Society (doi:10.1 098/rsbl.2005.0 332).

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