Forschung + Innovation
Fraunhofer-Präsident fordert mehr Forschungsinvestitionen

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, hat Politik und Wirtschaft zu größeren Investitionen in die Forschung aufgefordert.

dpa MÜNCHEN. Nur wenn diese mehr Risikobereitschaft zeigten, könne sich Deutschland im internationalen Vergleich behaupten, sagte Bullinger am Montag in München. Das Finanzvolumen der Forschungsgesellschaft stieg im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Förderung durch Bund und Länder leicht auf 1,07 Mrd. €. „Wir sind mit dem Ergebnis in dieser schwierigen Zeit durchaus zufrieden“, sagte Bullinger.

Für die Zukunft rechnet Finanzvorstand Alfred Gossner mit weiter sinkenden Mitteln aus öffentlicher Hand. Wenn die Regierung dennoch an ihrem Ziel festhalten wolle, bis 2010 die Forschungsausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, sei eine Umschichtung der Fördermittel unausweichlich. „Letztlich wird man an die Subventionen heran müssen“, forderte der Finanzvorstand. Angesichts der Konkurrenz aus Osteuropa, Asien und Lateinamerika forderte Bullinger ein Umdenken in der Gesellschaft: „Innovation ist immer mit Risiko verbunden.“

Im vergangenen Jahr beschäftigte die Fraunhofer-Gesellschaft rund 300 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Für das laufende Jahr kündigte Gossner Neueinstellungen an. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die nach eigenen Angaben größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. In Deutschland arbeiten mehr als 1200 Mitarbeiter in rund 80 Forschungseinrichtungen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%