Galileo-Mission
Startabbruch war kein Raketenproblem

Aufatmen bei den Russen in Kourou. Die Verschiebung des für Donnerstag geplanten Starts ihrer Sojus-Rakete mit zwei Galileo-Satelliten an Bord geht nicht auf ihr Konto. Die Russen sind aber die Leidtragenden.
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KourouDie Journalisten aus aller Welt saßen noch im Bus vom Hotel zum europäischen Weltraumbahnhof, als per Handy die Nachricht kam, dass der Start wegen eines Problems bei der Betankung der dritten Raketenstufe um mindestens 24 Stunden verschoben werden müsse. Natürlich wurde gleich an den Absturz der Sojus-Rakete vom 24. August im Altai gedacht, der den Fahrplan der Internationalen Raumstation ISS gründlich durcheinandergebracht hat.

Damals war die Treibstoffzufuhr zu eben dieser dritten Stufe wegen einer verstopften Leitung vorzeitig unterbrochen worden. Der als sehr zuverlässig geltende Träger zerschellte samt einem Frachtraumschiff mit Nachschub für die ISS nach nur 1.500 Flugkilometern in einer schwer zugänglichen Gebirgslandschaft. Mit dem Crash fand eine ungewöhnlich lange Pechsträhne ihren vorläufigen Höhepunkt.

Nachdem der Fehler schnell gefunden worden war, machten sich die Russen gerade daran, wieder zum normalen Startalltag zurückzukehren. Nun diese neuerliche Hiobsbotschaft.

Der Pressesprecher der Moskauer Raumfahrtagentur Roskosmos, der mit im Bus war, telefonierte mit hoch rotem Kopf. Ihm schwante sicherlich großes Ungemach. Doch die Fragen der auf ihn einstürmenden Reporter konnte er wirklich nicht beantworten.

Denn wie sich schnell herausstellte, lag der Fehler nicht beim russischen Träger, der sich zu seiner 1.777. Mission anschickte, sondern bei der automatischen Betankungsanlage am Boden.

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Startabbruch war kein Raketenproblem

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Die Enttäuschung ist riesengroß

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