GE ist kein Einzelfall mehr
Ein großer Tag für alle

Der amerikanische Technologiekonzern General Electric eröffnet sein Forschungszentrum in Garching. 52 Millionen Dollar hat der Mischkonzern in sein weltweit viertes Entwicklungszentrum gesteckt. 150 Wissenschaftler werden in Garching an neuen Technologien tüfteln.

MÜNCHEN. Am Montag ist ein großer Tag gewesen. Ein wichtiger Tag für Bayern und ein großer Tag für Deutschland. Darin waren sich die Politiker bei der Eröffnung des neuen Forschungszentrums des amerikanischen Technologiekonzerns General Electric (GE) in Garching über alle Parteigrenzen hinweg einig. „Der Wissenschaftsstandort Deutschland ist besser als sein Ruf“, fand Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) die Forschungspolitik der rot-grünen Koalition in Berlin bestätigt. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber dagegen sah sich durch die Ansiedlung des Weltkonzerns vor den Toren der Landeshauptstadt belohnt für die „mutige Technologiepolitik“ des Freistaats.

Vergessen waren all die Querelen über Eliteuniversitäten, die Diskussionen über fehlende Mittel im Etat des Forschungsministeriums und die Debatten über die Abwanderung der klügsten Köpfe aus Deutschland in die USA. Unter dem weiß-blauen Himmel vor den Toren Münchens schienen die deutsche Forschungslandschaft am Montag wieder in Ordnung.

52 Mill. Dollar hat der Mischkonzern in sein weltweit viertes Entwicklungszentrum gesteckt. 150 Wissenschaftler werden in Garching an neuen Technologien tüfteln. Die Forscher widmen sich der Energieerzeugung aus Wasserkraft, Sonne, Strom sowie Biomasse. Darüber hinaus geht es um Sensoren, wie sie in Autos eingesetzt werden und um Medizintechnik. „Die Nähe zur Technischen Universität München war einer der wichtigsten Gründe, hierher zu kommen“, lobte GE-Chef Jeffrey Immelt gestern den Standort, der rund 20 Kilometer nördlich von München auf dem Campus der TU liegt.

Kaum eine Ansiedlung in Deutschland hat in letzter Zeit so viel Aufsehen erregt wie das Entwicklungszentrum von GE. Aber der US-Konzern ist längst kein Einzelfall mehr. Immer mehr ausländische Konzerne suchen den Kontakt zu deutschen Universitäten „In den letzten Jahren ging Intel dazu über, den Forschergeist und die Innovationskraft deutscher Ingenieure verstärkt zu nutzen“, betonte Jürgen Thiel, Westeuropa-Chef von Intel, dem größten Halbleiterhersteller der Welt. Der US-Konzern unterhält hier zu Lande vier Standorte, an denen Ingenieure moderne Chiptechnologien und Software entwickeln.

Seite 1:

Ein großer Tag für alle

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%