Geminiden-Schauer
Feuerregen über Deutschland

In den kommenden Nächten regnet es massenweise Sternschnuppen. Ursache ist der Meteorstrom der Geminiden, den die Erde jedes Jahr im Dezember kreuzt. In diesem Jahr erwarten Experten ein besonders reiches Himmelsfeuerwerk - das zumindest in Teilen Deutschlands auch gut zu beobachten sein dürfte.
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FRANKFURT/MAIN. Sternschnuppen über Deutschland: In den kommenden Tagen kommen Himmelsbeobachter so richtig auf ihre Kosten. In den kommenden Nächten sind am Himmel bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten. Verantwortlich für das Schauspiel, das jedes Jahr kurz vor dem Wintereinbruch stattfindet, ist der Meteorstrom der Geminiden.

Sternschnuppen entstehen, wenn Staubreste eines Kometen in die Erdatmosphäre eindringen - mit einer riesigen Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern in der Sekunde. Die Erde durchquert in der Zeit der Geminiden eine solche Wolke mit Staubresten. Diese stammen von einem Asteroiden namens Phaethon.

Zum charakteristische Leuchten der Sternschnuppen kommt es dadurch, dass die rasenden Staubteilchen die sie umgebende Luft ionisieren. „Wir sehen also nicht das Staubteilchen, sondern nur die erhitzte Luft“, erläutert Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS).

Anders als bei den im Sommer vorbeiziehenden Perseiden, die erst nach Mitternacht zu sehen sind, kann man bei den Geminiden die ganze Nacht über Sternschnuppen am Himmel beobachten. Jost Jahn empfiehlt Hobby-Beobachtern, sich eine möglichst dunkle Umgebung zu suchen. In der Nähe einer Laterne oder anderer Lichtquellen werde es schwierig, die Sternschnuppen einwandfrei zu beobachten. Wer zum Fotoapparat greifen möchte, braucht nach Jahns Worten ein glückliches Händchen: „Wenn die Sternschnuppe aufleuchtet, ist es meist schon zu spät.“

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