Geographische Informationssysteme
Zauberformel GIS hat großes Potenzial

Geographische Informationssysteme entwachsen den Kinderschuhen. Aktuelle Studien stellen dem Geoinformationsmarkt ein exzellentes Zeugnis aus: Das Marktsegment gilt als innovationsträchtig und Fachleute bescheinigen ihm ein hohes Entwicklungspotenzial. Doch obwohl immer mehr Branchen auf Geodaten zurückgreifen wollen, stehen ihnen immer noch etliche Hürden im Weg.

HB DÜSSELDORF. Nicht nur für Christopher Columbus’ Irrfahrt über den Ozean war das Wörtchen „Wo“ von weitreichender Bedeutung. Heute wie damals gilt, dass der Raum, in dem etwas geschieht, für viele Entscheidungen maßgeblich ist. „80 Prozent aller Entscheidungen in Wirtschaft und Politik haben einen starken Raumbezug“, erklärt Lisa Kneipp von der GIS-Fachzeitschrift Geobit. Mit wachsenden Ansprüchen an die Genauigkeit von Aussagen und technologischen Fortschritten nimmt die Nachfrage nach Geodaten enorm zu.

Egal ob Pollenflugvorhersage, Messwerte zur Luftverschmutzung, Grenzen von Naturparks und Wahlbezirken oder in der Verbrechensbekämpfung – Geodaten sind fast überall im Einsatz. Und auch im privatwirtschaftlichen Umfeld greifen besonders die Banken-, Versicherungs- und Immobilienbranche, aber auch die Tourismuswirtschaft immer mehr darauf zurück. Wie hoch ist die Bonität eines Kreditnehmers? Wie groß das Überschwemmungsrisiko eines Gebäudes in Flussnähe? Oder noch einfacher: Wie finde ich den Weg von A nach B? Hinter all diesen Fragen stecken Geodaten.

Die GIS-Technologie, in ihren Anfängen absolutes Spezialistenwerkzeug, um etwa in Energieversorgungsunternehmen oder in Verwaltungen Daten zu sammeln, analysieren und darzustellen, verlässt ihren Elfenbeinturm. Martin Fornefeld, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Micus in Düsseldorf, erwartet allein für das Geschäft mit Geodaten in Deutschland ein Potenzial von rund acht Milliarden Euro. Noch, so betont er, seien aber erst rund 15 Prozent des Schatzes geborgen. „Angebot und Lösungsnachfragen gehen zu weit auseinander.“ Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nach Fornefelds Aussagen bei der Bergung seiner Geoinformationen auf den hinteren Rängen.

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