Geräte mit integrierter Stromversorgung
Brennstoffzellen ersetzen Akkus

Wer seinen Laptop häufiger unterwegs nutzt, der kennt das Problem: Nach maximal drei Stunden macht der Akku schlapp. Eine gute Alternative zu den aufladbaren Batterien wären Brennstoffzellen, doch die sind zurzeit noch teuer oder es gibt sie nur als Prototypen. Doch in wenigen Jahren soll es so weit sein, dann sollen Notebooks, PDAs und Handys auch ohne Steckdose tagelang laufen.

HB DÜSSELDORF. Die Nutzungsdauer portabler PCs ist wichtiger als aller Schnickschnack. Das wissen Hersteller wie NEC, Toshiba, Fujitsu oder Casio, die ihre Produkte spätestens ab dem nächsten Jahr mit Brennstoffzellen bestücken wollen. Alle versprechen, spätestens 2005 einen Brennstoffzellen-Laptop im Angebot zu haben. Erst kürzlich kündigte Toshiba eine neue Generation von Zellen an, mit denen auch kleinere Geräte wie PDAs, Mobiltelefone und Digitalkameras betrieben werden können.

Toshiba setzt auf die Direktmethanol-Brennstoffzelle. Diese gewinnt den Wasserstoff aus Methanol und erzeugt den Strom mit Sauerstoff aus der Luft. Die Leistung verfügbarer Zellen liegt heute im Schnitt bei zwölf Watt. Maximum sind 20 Watt. Ein Laptop könnte mit dieser Leistung zehn Stunden im Dauerbetrieb arbeiten.

Casio verspricht für seinen Power-Pack-Prototypen, der im März 2005 kommen soll, 20 Stunden. NEC strebt sogar eine Energieversorgung für 40 Stunden an. Die Betriebsdauer würde sich gegenüber Geräten mit üblichen Lithium-Ionen-Batterien verzehnfachen. Doch noch ist es nicht soweit. NEC-Marketing Manager Ralf Wolf ist zuversichtlich, dass der gerade vorgestellte Laptop-Prototyp mit Energie für 20 Stunden Ende des nächsten Jahres auf den Markt kommt. Das Modell mit doppelt so langer Betriebsdauer soll dann ein Jahr später vorgestellt werden. Dann soll die Brennstoffzelle nicht nur Notebooks mit Strom versorgen, sondern auch Mobiltelefone und Projektoren. Dazu müssen die Brennstoffzellen jedoch noch deutlich kleiner und die Geräte besser gekühlt werden. NEC-Forscher entwickeln dafür zurzeit eine Wasserkühlung. Der Notebook-Prototyp ist zurzeit 270 x 270 x 40 Millimeter groß und wiegt zwei Kilo.

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