Forschung + Innovation
Geräuschdetektor knackt Pistazienproblem

Pistaziensüchtige, die sich regelmäßig über fest verschlossene Pistazien in der Tüte ärgern, dürfen hoffen: Ein US-Forscher hat eine Maschine entwickelt, die geöffnete und geschlossene Pistazien mit einem Geräuschdetektor sortiert.

dpa LONDON. Pistaziensüchtige, die sich regelmäßig über fest verschlossene Pistazien in der Tüte ärgern, dürfen hoffen: Ein US-Forscher hat eine Maschine entwickelt, die geöffnete und geschlossene Pistazien mit einem Geräuschdetektor sortiert.

Dabei fallen die Früchte auf eine Stahlplatte, machen „Ping“ und werden beim charakteristischen Klang der verschlossenen Schale kurzerhand von einer Düse vom Förderband geblasen, schreibt der britische „New Scientist“ (Nr. 2 474, S. 25) vom nächsten Samstag.

„Man kann die Typen perfekt heraushören, ohne auch nur hinzugucken“, berichtet Ingenieur Tom Pearson vom US-Landwirtschafts- Forschungsdienst in Manhattan (Kansas). Die neue Maschine sei zwar etwas langsamer als das herkömmliche Verfahren, bei dem die geöffneten Pistazien in rotierenden Trommeln von kleinen Nadeln aufgespießt werden. Dafür liege die Treffsicherheit bei 97 Prozent gegenüber 90 Prozent, und das Verfahren sei billiger. Ein US- Unternehmen, das die Methode zurzeit testet, hofft auf 500 000 US- Dollar (386 000 Euro) Ersparnis pro Jahr sowie ein Plus an zufriedenen Pistazienkunden.

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