Geringere Verletzungsgefahren
Neue Stöcke machen das Skifahren sicherer und komfortabler

Skifahrer kennen das Problem: Jedes Mal, wenn sie an einen Lift kommen, müssen sie sich mühsam aus den Schlaufen ihrer Stöcke befreien. Oben am Berg angekommen, wiederholt sich das Spiel mit umgekehrten Vorzeichen. Das Gefummel kostet nicht nur viel Zeit. Bei einem Sturz besteht auch Verletzungsgefahr. Doch damit ist jetzt Schluss.

jojo MÜNCHEN. Das schwäbische Familienunternehmen Leki bringt Stöcke auf den Markt, in die sich die Skifahrer einfach einhaken können. Das „Trigger S“ genannte Prinzip ist einfach: Die Skifahrer haben eine kleine Schlaufe am Handschuh, nicht viel größer als eine Münze. Diese Mini-Schlaufe hängen sie von oben in den Griff des Skistocks ein. Das dauert nicht mehr als eine Sekunde. Damit ist sicher gestellt, dass die Sportler den Stock während der Abfahrt nicht verlieren. Genauso rasch, wie sich die Schlaufe einhaken lässt, können sich die Benutzer mit einem Knopfdruck wieder vom Griff befreien.

Im Langlauf ist das System schon länger verbreitet. Doch für die Alpinen kommt es erst jetzt. Das hat seine Gründe. Denn falls ein Skifahrer stürzt, muss sich die Schlaufe blitzartig lösen. Das bereitete den Leki-Konstrukteuren viele schlaflose Nächte. Die Ingenieure haben das Problem nun mit einem Federsystem gelöst, das nach Angaben von Leki auch bei extrem niedrigen Temperaturen funktioniert.

„Damit haben wir das System der Sicherheitsbindung vom Ski auf die Stöcke übertragen“, sagt Leki-Eigentümer Klaus Lenhart. Der Unternehmer aus Kirchheim geht davon aus, dass gerade Eltern ihre Kinder mit dem neuen System ausstatten werden. Denn vor allem für die ganz jungen Skifahrer ist es bislang eine Qual, die Fäustlinge durch die engen Schlaufen zu stecken.

Für den Sporthandel sind Neuerungen wie die von Leki enorm wichtig. Denn die Fachhändler konkurrieren mit Discountern wie Aldi oder Lidl, die immer wieder den Markt mit billigen Sportartikeln überschwemmen. „Nur über die Qualität werden wir die Margen erhöhen“, sagt Hartmut Fröhlich, Vorstand des Sporthändlerverbunds Intersport. Neuheiten wie der „Trigger S“, der selbst für Kinder schon knapp 50 Euro kostet, werden für die Läden deshalb immer wichtiger.

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