Geschichte
Neue Theorie: Stonehenge war Pilgerstätte für Kranke

Die rätselhaften Steinkreise von Stonehenge waren früher möglicherweise eine Pilgerstätte für Kranke.

dpa LONDON. Die rätselhaften Steinkreise von Stonehenge waren früher möglicherweise eine Pilgerstätte für Kranke. Der britische Archäologie-Professor Timothy Darvill vertritt die Theorie, dass vor mehr als 4 000 Jahren kranke und verletzte Menschen aus weiter Entfernung in den Süden Englands kamen, um dort Heilung zu suchen.

Darvill stützt sich nach einem Bericht der Tageszeitung „The Daily Telegraph“ (Montag) auf die Analyse von Gräbern, die in der Nähe von Stonehenge entdeckt wurden.

Demnach fanden sich dort ungewöhnlich viele sterbliche Überreste von Menschen, die nicht aus der Umgebung stammten, sondern aus den heutigen Gebieten von Wales, Irland und sogar der Schweiz. Darvill - Professor an der Universität Bournemouth - hat seine These auch in einem Buch „Stonehenge: Biography of a Landscape“ (Stonehenge: Biografie einer Landschaft) veröffentlicht. Die Anlage von Stonehenge entstand zwischen 3 100 und 2000 vor Christus. Bislang gehen die meisten Experten davon aus, dass die Steinkreise zur Erinnerung an Vorfahren angelegt wurden.

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