Gesetzgeber drängt die Autokonzerne
Airbags schützen bald auch Fußgänger

Nach den Autoinsassen rücken nun die Fußgänger und Fahrradfahrer in den Blick der Autokonstrukteure. Die schwachen Verkehrsteilnehmer sollen bei einem Unfall besser geschützt werden. „Der Airbag wird nach außen und unter die Motorhaube wandern“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center of Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen.

HB DÜSSELDORF. Seine Prognose: „Das, was der Airbag und die Sicherheitsfahrgastzelle von 1985 bis 1995 waren, das wird der passive Fußgängerschutz von 2005 bis 2015.“

Der Gesetzgeber erhöht den Druck auf die Hersteller. Ab Oktober 2005 soll die erste europaweite Richtlinie zum Fußgängerschutz gelten. Laut EU-Kommission sterben bei Verkehrsunfällen in der Gemeinschaft pro Jahr 8 000 Fußgänger und Radfahrer, weitere 300 000 werden verletzt. Neue Fahrzeugtypen erhalten die Zulassung nur, wenn sie eine Reihe von Test für den Fußgängerschutz bestanden haben. Ab 2010 sollen die Auflagen verschärft werden.

Bei den Autokonzernen läuft die Forschung an entsprechenden Systemen deshalb auf Hochtouren – das zeigt auch die aktuellen Studie „Automobile Sicherheitstechnik“ der Mercer Management Consulting aus München. Die Berater erwarten, dass die Ausgaben der Autokonzerne für Fahrzeugsicherheit binnen sechs Jahren von 48 auf 62 Mrd. Euro jährlich ansteigen werden.

Zu den Vorreitern der FußgängerSicherheit gehören laut Untersuchung Ford, Honda und Mazda. Die Unternehmen setzen etwa auf eine Motorhaube, die sich beim Aufprall eines Unfallopfers anhebt und eine zusätzliche Knautschzone schafft. Die Ingenieure von Daimler-Chrysler prüfen den Einsatz flexiblerer Materialien, um das Risiko ernsthafter Verletzungen für Fußgänger zu verringern. Der schwedische Zulieferer Autoliv testet Airbags, die in die A-Säulen des Fahrzeugs eingebaut werden und bei einem Unfall verhindern sollen, dass ein Fußgänger mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe schlägt.

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