Gesundheit
Aidszentrum will Therapie per Internet weltweit nutzbar machen

Per Internet wollen Frankfurter Aids- Forscher ihre Erfolge bei der Behandlung der Immunschwäche weltweit nutzbar machen und so zur Eindämmung der Krankheit beitragen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Per Internet wollen Frankfurter Aids- Forscher ihre Erfolge bei der Behandlung der Immunschwäche weltweit nutzbar machen und so zur Eindämmung der Krankheit beitragen. Unter „www.hivcenter.de“ informiert der HIV-Schwerpunkt am Klinikum der Frankfurter Universität über Therapien, neue Medikamente und Hilfsangebote.

„Wir wollen nicht nur behandeln, sondern die Ergebnisse der einzelnen Behandlungen so dokumentieren, dass sie übertragbar sind und auch in die Forschung einfließen“, erläuterte der Leiter der Einrichtung, Professor Schlomo Staszewski.

Mit 3 500 Patienten pro Jahr gilt das Frankfurter „Hivcenter“ als das größte deutsche Behandlungszentrum für Menschen mit HIV und Aids. 83 Prozent dieser Patienten werden laut Staszewski derzeit mit einer Kombinationen mehrerer Medikamente behandelt - drei von vier mit Erfolg: „Mit der Pharmakotherapie kann man das Virus in Schach halten“, sagte der Inhaber der einzigen Aids-Professur Deutschlands. So sei es trotz der steigenden Zahl von HIV-Infizierten gelungen, die jährliche Sterblichkeitsrate von 16 Prozent in den 90er Jahren auf unter ein Prozent zu senken. Allerdings seien die Medikamente nicht überall verfügbar und das Wissen um Therapien zu wenig verbreitet.

Seit der Entdeckung von HIV/Aids vor 25 Jahren infizierte das Virus weltweit etwa 65 Millionen Menschen, 25 Mill. starben an den Folgen. Allein in und um Frankfurt sind nach Zahlen der Aids- Hilfe der Stadt gut 5 000 Menschen mit dem Aidsvirus HIV infiziert - eine Verdopplung binnen zehn Jahren. Weltweit starben im vergangenen Jahr drei Millionen Menschen an der Immunschwäche.

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