Gesundheit
China bestätigt Infektion eines Mädchens mit Vogelgrippe

China hat die Erkrankung eines zehnjährigen Mädchens an der Vogelgrippe bestätigt. Es ist die vierte offiziell eingeräumte H5n1-Infektion eines Menschen in China.

dpa PEKING. China hat die Erkrankung eines zehnjährigen Mädchens an der Vogelgrippe bestätigt. Es ist die vierte offiziell eingeräumte H5n1-Infektion eines Menschen in China. Allerdings rätseln die Behörden, wie sich das Mädchen im Kreis Ziyuan in der südchinesischen Region Guangxi angesteckt hat, da in ihrer Gegend kein Ausbruch der Geflügelpest gemeldet worden war.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, die Tierseuche werde sich in China in diesem Winter noch weiter ausbreiten. „Wir erwarten in den kommenden Wochen noch mehr Ausbrüche“, sagte der WHO-Repräsentant Henk Bekedam am Rande eines wissenschaftlichen Vortrags in Peking. In China sind in diesem Jahr bereits 30 Ausbrüche gemeldet worden, mehr als 20 seit Oktober.

Nach der Infektion des Mädchens sind Experten nach Guangxi gereist, um die Hintergründe des Falls zu ermitteln. Die Zehnjährige habe seit dem 23. November unter Fieber und einer Lungenentzündung gelitten, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Alle Menschen, die engen Kontakt zu dem Kind hatten, seien unter Beobachtung gestellt worden. Doch sei bisher nichts Ungewöhnliches festgestellt worden. Eine Übertragung des derzeit grassierenden Vogelgrippevirus von Mensch zu Mensch gilt als nahezu ausgeschlossen.

Dass im Fall der Zehnjährigen kein Vogelgrippe-Ausbruch in ihrem Heimatort bekannt war, überraschte Bekedam nicht. „Dass Federvieh irgendwo im Garten der Bauern stirbt, ist nicht ungewöhnlich“, erläuterte der WHO-Vertreter. Die Bauern verzehrten die toten Vögel oft noch und stellten nicht unbedingt eine Verbindung zur Vogelgrippe her. Gerade in kleinen Freilandhaltungen, die in China weit verbreitet seien, sei die Geflügelpest sehr schwer festzustellen. Die Dunkelziffer lasse sich kaum schätzen.

Der WHO-Vertreter lobte die Entschlossenheit der Zentralregierung in Peking, die Geflügelseuche zu bekämpfen. „China ist politisch bereit, gegen die Vogelgrippe anzugehen.“ Allerdings müsse noch sehr viel auf örtlicher Ebene getan werden, um die dafür nötigen Mittel aufzubauen und die lokalen Behörden in die Lage zu versetzen, eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern.

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