Gesundheit
Loeffler-Institut: Ab 2008 Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit

Gegen die Blauzungenkrankheit bei Rindern, Schafen und Ziegen wird es nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institutes auf der Ostseeinsel Riems im nächsten Jahr einen Impfstoff geben.

dpa RIEMS. Gegen die Blauzungenkrankheit bei Rindern, Schafen und Ziegen wird es nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institutes auf der Ostseeinsel Riems im nächsten Jahr einen Impfstoff geben. Instituts-Sprecherin Elke Reinking sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Wirksamkeitsstudie für einen Impfstoff.“

Es handle sich um einen sogenannten Totimpfstoff mit inaktivierten Viren eines europäischen Herstellers. Neben diesem habe im vorigen Jahr auch ein zweites Unternehmen in Europa angefangen, einen Prototypen für einen Impfstoff gegen die Infektionskrankheit zu entwickeln.  

Die nur für Tiere gefährliche Blauzungenkrankheit war am Freitag erstmals auch in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden. Wie das Agrarministerium in Schwerin mitteilte, erkrankte ein Rind im Landkreis Ludwigslust. Die Krankheit breitet sich den Angaben zufolge von Westen nach Osten aus. In Deutschland trat die Infektion erstmals 2006 in den westlichen Bundesländern auf. Inzwischen seien bundesweit mehr als 11 000 Tierhaltungen betroffen gewesen.  

Gegen die Blauzungenkrankheit, die von Mücken übertragen wird, gebe es derzeit keinen ausreichenden Schutz. „Es gibt nur die Empfehlung an die Tierhalter, die Tiere vor Insektenbefall zu schützen. Dazu gehört das Aufstallen in der Dämmerung, wenn die Mücken am aktivsten sind“, sagte die Sprecherin des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit. Es lasse sich aber nicht verhindern, dass die winzigen Überträger in die Ställe eindringen. Ställe und Transportfahrzeuge könnten allerdings mit Insektiziden behandelt werden, um Mücken abzutöten.

Die Blauzungenkrankheit bringt nicht die wirtschaftlichen Verluste wie manche anderen Tierseuchen, da Milch und Fleisch betroffener Tiere verwendet werden könnten, wie Reinking sagte. „Die Krankheit ist für den Menschen nicht gefährlich“, betonte sie.

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