Gesundheit
Mediziner stellen neues Schmerzpflaster vor

Mit einem neuartigen High-Tech-Pflaster wollen Anästhesisten neue Wege in der Schmerztherapie beschreiten. Das kreditkartengroße System zur Behandlung von Operationsschmerzen wird dem Patienten auf den Arm oder die Brust geklebt.

dpa LEIPZIG. Mit einem neuartigen High-Tech-Pflaster wollen Anästhesisten neue Wege in der Schmerztherapie beschreiten. Das kreditkartengroße System zur Behandlung von Operationsschmerzen wird dem Patienten auf den Arm oder die Brust geklebt.

Dieser kann es per Knopfdruck aktivieren, woraufhin das Schmerzmittel nadelfrei durch die Haut in den Körper transportiert wird. „Es ist ein wesentlicher Schritt zur Selbstbestimmung des Patienten“, sagte am Mittwoch Prof. Stefan Grond von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der europäische Studien zu dem Pflaster geleitet hat.

„Das neue System ist zugelassen, Ich gehe davon aus, dass es im kommenden Jahr auf den Markt kommt“, sagte Grond. Das neue Schmerzpflaster, das zunächst im klinischen Bereich Verwendung finden soll, wird in der nächsten Woche auch bei der Jahrestagung (17. bis 20. Mai) der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (Dgai) in Leipzig vorgestellt. Zu dem dreitägigen Kongress werden rund 4 500 Mediziner erwartet, sagte der Dgai- Präsident Prof. Joachim Radke.

Themen des Kongresses sind auch aktuelle gesundheitspolitische Fragen. So sollen laut Veranstalter Weiterbildungsmöglichkeiten und Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorgestellt werden. „Wir müssen etwas für unsere jungen Kollegen tun“, sagte Radke. Die Abwanderungstendenz deutscher Mediziner sei dramatisch. Rund 700 Anästhesisten arbeiten seinen Angaben zufolge bereits im Ausland. „Wir lassen hoch qualifizierte Mediziner gehen, das ist unverantwortlich“, sagte Radke. Bundesweit gibt es seinen Angaben zufolge mehr als 14 000 Anästhesisten, also Fachärzte für Narkose und Schmerzbetäubung.

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