Gesundheit
Mehr Organspenden im ersten Halbjahr

Die Zahl der Organspender wächst, der Bedarf ist aber noch immer um ein Vielfaches höher. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) im hessischen Neu- Isenburg stieg die Zahl der Organspender im ersten Halbjahr 2007 nach vorläufigen Zahlen bundesweit um 6,5 Prozent auf 667.

dpa NEU-ISENBURG. Die Zahl der Organspender wächst, der Bedarf ist aber noch immer um ein Vielfaches höher. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) im hessischen Neu- Isenburg stieg die Zahl der Organspender im ersten Halbjahr 2007 nach vorläufigen Zahlen bundesweit um 6,5 Prozent auf 667.

Durchschnittlich wurden jedem Spender drei Organe entnommen, so dass insgesamt 2072 Organe zur Verfügung standen. Die Zahl der Transplantationen erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 2 140. „Mit diesem Ergebnis setzt sich der bundesweite Aufwärtstrend der letzten Jahre fort“, erklärte DSO-Sprecherin Birgit Blome. Dabei wurden nur Organe von Toten und keine Lebendspenden gezählt.

Im gesamten vergangenen Jahr wurden mehr als 4 000 Spenderorgane erfolgreich übertragen, die Zahl der Patienten auf der Warteliste war und ist jedoch immer noch drei Mal so hoch. „Das Ziel, möglichst allen Patienten auf der Warteliste eine lebensrettende Transplantation zu ermöglichen, ist lange nicht erreicht“, bedauerte die DSO. Umfragen zufolge sind - theoretisch - rund zwei Drittel der Bundesbürger im Falle ihres Todes zu einer Organspende bereit. Einen Spenderausweis haben allerdings nur rund zwölf Prozent.

Die Entwicklung in einzelnen Bundesländern verläuft nicht einheitlich. „Dies liegt zum Teil in den unterschiedlichen strukturellen und politischen Rahmenbedingungen begründet, aber auch in der Bereitschaft der Krankenhäuser, ihrer Verpflichtung zur Organspende nachzukommen“, erklärte Blome. Nach Einschätzung der DSO könnten die Wartezeiten in Deutschland halbiert und das Leben von mehr als 1 000 Menschen pro Jahr gerettet werden, würden die Krankenhäuser jeden potenziellen Spender melden.

Am stärksten aufgeholt hat die Region Mitte, in der die Stiftung die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammenfasst. Dort stieg die Zahl der Spender im Halbjahresvergleich von 59 auf 91. Auch in Norddeutschland, Bayern und Nordrhein-Westfalen wuchs die Zahl der Organspender. Abgefallen sind hingegen die Länder in den neuen Bundesländern und Baden-Württemberg.

Die DSO ist die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Sie unterstützt die Krankenhäuser und stimmt die Zusammenarbeit mit der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant und den rund 50 Transplantationszentren in Deutschland ab.

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