Gesundheit
Risiko für Vogelgrippe-Einschleppung bleibt hoch

Das Risiko für die Einschleppung der Vogelgrippe in deutsche Nutzgeflügelbestände bleibt weiter hoch. Das geht aus der aktuellen Risikobewertung des Bundesinstituts für Tiergesundheit auf der Ostsee-Insel Riems vom Freitag hervor. Eine Abkehr von der Stallpflicht wird nicht empfohlen.

dpa RIEMS. Das Risiko für die Einschleppung der Vogelgrippe in deutsche Nutzgeflügelbestände bleibt weiter hoch. Das geht aus der aktuellen Risikobewertung des Bundesinstituts für Tiergesundheit auf der Ostsee-Insel Riems vom Freitag hervor. Eine Abkehr von der Stallpflicht wird nicht empfohlen.

Die größte Gefahr geht nach Einschätzung der Riemser Forscher weiterhin von Wild- und Zugvögeln sowie illegalen Einfuhren von lebendem Geflügel und Geflügelprodukten aus Vogelgrippe-Ländern aus.

Veränderungen bei der Risikobewertung hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) lediglich beim Personen- und Fahrzeugverkehr vorgenommen. Nach dem Einschleppen des Erregers nach Großbritannien wurde das Risiko von gering auf mäßig erhöht. Die Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Geflügelhaltungen sollten weiter auf hohem Niveau gehalten werden, empfahl das Institut.

Das Virus war in Deutschland zuletzt im August 2006 bei einem Schwan im Dresdner Zoo festgestellt worden. Die Fälle in Ungarn und in Großbritannien belegten, dass der H5n1-Erreger weiterhin in Europa präsent sei, teilte das FLI mit. Die Ausbrüche machten deutlich, dass das stichprobenartige Wildvogelmonitoring nur eine begrenzte Aussagefähigkeit hinsichtlich der Erregerfreiheit besitzt. Es sei damit zu rechnen, dass sich der Erreger weiter über Wildvögel und andere Überträger verbreitet.

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