Gesundheit
Unicef warnt vor Aids-Katastrophe in Asien

Die Hilfsorganisation Unicef hat vor einer drohenden Aids-Katastrophe in Asien gewarnt. Nach Afrika habe sich Asien zu einem zweiten Epizentrum der tödlichen Krankheit entwickelt, teilte Unicef am Donnerstag in Berlin mit. Mehr als acht Mill. Asiaten hätten sich bereits mit HIV infiziert.

dpa BERLIN. Die Hilfsorganisation Unicef hat vor einer drohenden Aids-Katastrophe in Asien gewarnt. Nach Afrika habe sich Asien zu einem zweiten Epizentrum der tödlichen Krankheit entwickelt, teilte Unicef am Donnerstag in Berlin mit. Mehr als acht Mill. Asiaten hätten sich bereits mit HIV infiziert.

Am schlimmsten sei Indien betroffen. Mit 5,7 Mill. Infizierten habe das Land mittlerweile mehr HIV-positive Menschen als Südafrika. An diesem Sonntag beginnt in Toronto die 16. Weltaidskonferenz mit den führenden Experten zu dem Thema.

„Kinder und Jugendliche müssen beim Kampf gegen Aids weltweit in den Mittelpunkt gestellt werden“, sagte die Unicef-Vorsitzende Heide Simonis. Die Preise für kinderverträgliche Medikamente seien in den vergangenen Monaten zwar deutlich gesunken. Jetzt komme es aber darauf an, möglichst vielen Kindern Zugang zu den Medikamenten zu verschaffen, sagte Simonis. Derzeit erhalten weniger als zehn Prozent der aidskranken Kinder die lebensnotwendigen virenhemmenden Mittel. Die Folge: Jede Minute stirbt ein Kind an Aids.

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