Gesundheit
Universitäten starten Test zu Knalltrauma nach Silvester

Wissenschaftler in München und Berlin wollen nach der Silvesternacht den weltweit ersten Test zur Behandlung von Knalltraumata starten.

dpa MüNCHEN. Wissenschaftler in München und Berlin wollen nach der Silvesternacht den weltweit ersten Test zur Behandlung von Knalltraumata starten. Wer durch Böller ein Knalltrauma erleide, könne sich bis zu 24 Stunden nach dem Jahreswechsel an der klinischen Studie der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität beteiligen.

Betroffene könnten sich mit dem neuen Wirkstoff AM-111 behandeln lassen, teilte die Hochschule mit. Das Team stehe von Mitternacht an bereit. Einen entsprechenden Test werde es auch an der Charité in Berlin geben. Wichtig sei die rasche Behandlung.

Schätzungsweise 200 Münchner erlitten durch die im wahrsten Sinne ohrenbetäubende Knallerei an Silvester einen akuten Hörverlust. Bundesweit seien alljährlich etwa 8 000 Menschen betroffen. Sie könnten Geräusche nur gedämpft wahrnehmen und litten häufig unter Ohrensausen. Im günstigsten Fall erhole sich das Gehör von selbst, im ungünstigsten Fall zerstöre der Knall die feinen Sinneszellen im Innenohr. Die Folge sei ein bleibender Hörverlust. Versuche hätten gezeigt, das der neue Wirkstoff AM-111 bei rascher Anwendung binnen 24 Stunden die Sinneszellen im Innenohr vor dem Absterben schützen könne.

Die Universität München bat dringend, vor dem Besuch unter den Hotlines 089-51 603 633 in München oder 030-8 445-2 403 oder -4 768 in Berlin anzurufen, da der Wirkstoff nur für eine begrenzte Anzahl von Patienten reicht. Zudem seien bestimmte Patienten mit Vorerkrankungen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente ausgeschlossen. Mindestalter für die Teilnahme sei 18 Jahre, Höchstalter 60 Jahre.

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