Gewichtssensor in der Klobrille reagiert auf ein Körpergewicht ab 15 Kilogramm
Gute Luft am stillen Örtchen

Auf der Sanitärmesse ISH in Frankfurt ist das weiße Stück Porzellan einer der Publikumsmagneten. Dabei sieht sie auf den ersten Blick aus wie eine, pardon, stinknormale Kloschüssel. Ist sie aber nicht.

cha FRANKFURT. „Pur Air“ heißt das Ding, Nomen est omen, das erste WC, das Gerüche am Ort ihres Entstehens bekämpft und beseitigt, preist das Haus Villeroy & Boch seine jüngste Neuschöpfung an.

Für 200 Euro plus Mehrwertsteuer bietet der Keramikkonzern aus dem Saarland eine zum Patent angemeldete Lösung. Ein Gewichtssensor in der Klobrille reagiert auf ein Körpergewicht ab 15 Kilogramm, daraufhin setzt der eingebaute Mikroprozessor einen Geruchssensor in Bereitschaft. Wenn dieser einen aufkommenden Geruch meldet, wird es ernst: Der eingebaute Kleinventilator schaltet auf Volllast und führt die belastete Luft in einen Hochleistungsfilter, der die vergleichsweise großen „Geruchsmoleküle“ der Luft bindet, die reine Luft aber entlässt.

Drei Jahre haben die Techniker von V&B an dem Gerät getüftelt. Dabei war vor allem die Luftführung innerhalb der Toilette sowie die Filtertechnik in feuchter Umgebung eine Herausforderung, erklärt Marketingleiter Ralf Becker. Die Filtertechnik wurde in Zusammenarbeit mit Automobilzulieferern entwickelt. Der Filter soll etwa ein Jahr wirken und lässt sich leicht austauschen. Die Stromversorgung läuft entweder über Netzstecker oder vier handelsübliche Batterien.

Auch der Düsseldorfer Frauenarzt und Erfinder Ramez Ghadri hat sich der frischen Luft auf dem stillen Ort verschrieben. Er ist mit seinem „Aspidor“ ebenfalls auf der ISH vertreten. Die Technik, mit der der Aspidor arbeitet, kommt einem bekannt vor: ein gewichtssensibler Schalter, ein kleiner Ventilator und ein Aktivkohlefilter.

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