Gewitter- und Blitzgefahr
Start der „Discovery“ in letzter Minute verschoben

Der bereits für Samstag geplante Start der Raumfähre „Discovery“ zur Internationalen Raumstation (ISS) war in letzter Minute durch Gewitter- und Blitzgefahr vereitelt worden. Der Countdown wurde rund sechs Minuten vor dem geplanten Zünden der Triebwerke abgebrochen. Ein neuer Starttermin steht aber bereits fest.

HB CAPE CANAVERAL. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, soll nun am Sonntagabend um 21.29 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ein zweiter Versuch folgen. Zur siebenköpfigen Besatzung des Space Shuttle gehört auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der für ein halbes Jahr an Bord der ISS bleiben soll. Geplant ist die erste Langzeitmission der ESA auf der Internationalen Raumstation.

„Wir wussten, dass es ein Wettlauf mit dem Wetter geben würde. (...) Wir haben bis zuletzt gehofft, dass wir eine Lücke in den Wolken finden. Wir können das Wetter nicht kontrollieren, alle sind sehr enttäuscht“, sagte der für den Start verantwortliche Direktor der US-Weltraumbehörde Nasa, Mike Leinbach. Nach Angaben der Meteorologen bestand am Samstag die Gefahr von Blitzschlägen während des Starts des Spaceshuttles. Darüber hinaus waren die Sichtbedingungen für den Fall einer Notlandung der Raumfähre nach einem abgebrochenen Start zu schlecht.

Nach Angaben der Nasa-Meteorologen ist allerdings auch für diesen Sonntag kein besseres Wetter zu erwarten. Am Montag ist Ruhetag, so dass erst wieder am Dienstag oder Mittwoch ein Start versucht werden könnte.

„So ist die Raumfahrt“, sagte der ehemalige Chef des ESA-Astronautenzentrums, Ernst Messerschmid, im Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur in Darmstadt: „Sicherheit geht vor.“ Nach Angaben der ESA war offenbar 30 Kilometer von Cape Canaveral entfernt ein Gewitter aufgezogen.

Reiter soll an Bord der ISS insgesamt 30 wissenschaftliche Experimente durchführen sowie drei Laborgeräte einbauen, darunter ein Gefriergerät, mit dessen Hilfe biologische Proben und Experimente auf minus 80 Grad gekühlt und so dauerhaft konserviert werden können. Der deutsche Astronaut, der vor zehn Jahren bereits eine Langzeitmission an Bord der russischen Raumstation „Mir“ absolvierte, soll zudem einen Weltraumspaziergang unternehmen.

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