Forschung + Innovation
„Giove“ soll als erster Galileo-Satellit am 28. Dezember starten

Der erste Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo soll am 28. Dezember vom russischen Kosmodrom Baikonur aus starten. Das teilte der zuständige Direktor der Europäischen Weltraumagentur (Esa), Giuseppe Viriglio, am Mittwoch im technischen Zentrum der Esa in Noordwijk (Niederlande) mit.

dpa NOORDWIJK. Der erste Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo soll am 28. Dezember vom russischen Kosmodrom Baikonur aus starten. Das teilte der zuständige Direktor der Europäischen Weltraumagentur (Esa), Giuseppe Viriglio, am Mittwoch im technischen Zentrum der Esa in Noordwijk (Niederlande) mit.

Damit beginnt die Weltraum-Erprobung des milliardenschweren Galileo-Projekts. In Noordwijk taufte die niederländische Verkehrsministerin Carla Peijs den bislang unter der Bezeichnung Gstb-v2/A geführten Satelliten auf den Namen „Giove“ (Jupiter). In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres soll ein zweiter Pioniersatellit („Giove B“) in den Weltraum folgen.

Unter anderem dienen die beiden Geräte zur Erprobung der äußerst exakten Zeitmesser - laut Esa die genauesten Uhren, die jemals im All benutzt wurden. Außerdem werden die Signale getestet, die später vom Galileo-System ausgesandt werden sollen. Der Flug der Satelliten ist auch erforderlich, weil die Esa bis Juni 2006 beweisen muss, dass sie die für Galileo reservierten Funkfrequenzen auch tatsächlich nutzen kann.

Bis Ende 2010 sollen 30 Galileo-Satelliten die Erde umkreisen und eine bei Bedarf zentimetergenaue Standortbestimmung ermöglichen. Über die Finanzierung der jetzigen Phase hatte es erst kürzlich eine Einigung der beteiligten Mitgliedstaaten von EU und Esa gegeben. Das System soll, wenn es im All stationiert ist, von einem privaten Konsortium weiter betrieben werden. Peter Marchlewski vom jetzt federführenden Gemeinschaftsunternehmen GJU erwartet einen Vertrag darüber im zweiten Quartal des nächsten Jahres.

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