Glücksforschung
Macht Geld glücklich?

Seit König Midas ist bekannt, dass Geld und Gold nicht alles ist, was der Mensch zu seinem Glück braucht. Wer es richtig macht, kann allerdings aus finanziellem Wohlstand durchaus auch seelischen machen.
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BERLIN. Peter Sloterdijk ist für seinen Vorschlag, Steuern nur noch freiwillig zahlen zu lassen, von der politischen und philosophischen Linken hart gescholten worden. Und tatsächlich würde dann, wenn man moderner Hirn und Gemütsforschung glaubt, die Verteilung in der Gesellschaft noch ungerechter werden. Denn Reiche wären dann nicht nur reich, sondern womöglich sogar glücklich.

Dass Geld nicht, oder nicht allein, glücklich macht, ist eine alte Binsenweisheit. Wissenschaftler aus Ökonomie und Psychologie haben einen Fachausdruck dafür. Als „Wohlstands-Paradox“ bezeichnen sie die tatsächlich messbare Tatsache, dass jenseits eines objektiv gesehen nicht gerade hohen Einkommensniveaus das subjektiv empfundene Glück kaum mehr ansteigt, dass Leute in reichen Ländern nicht automatisch glücklicher sind als in nicht ganz so reichen.

Nicht wenige Studien haben ergeben, dass finanzieller und psychologischer Wohlstand zwar tatsächlich parallel zu einander wachsen, allerdings nur bis zu einer bestimmten Schwelle. Stefan Poppelreuter, damals an der Uni Bonn, hat diese Schwelle nach einer Befragung von 1 000 Deutschen vor ein paar Jahren bei damals etwa 2 500 Euro Monatseinkommen festgemacht. Das ist mehr als die Mehrheit der Menschen in Deutschland verdient, aber nicht exorbitant.

Aber wie immer ist alles natürlich komplexer. Der Spruch vom Geld, das nicht glücklich macht, stimmt ja offenbar nur bei jenen, die ohnehin genug haben. Zudem ist auch beim Geld offenbar alles relativ. Wer den Eindruck hat, weniger zu haben als der Nachbar, wird - statistitisch gesehen - des Lebens nicht froh. Studenten der Harvard University etwa konnten in einer Befragung wählen, welches Einkommen sie lieber hätten: 50 000 Dollar, wenn alle um sie herum 25 000 verdienen, oder 100 000, wenn die Nachbarn 250 000 bekommen. Die meisten entschieden sich tatsächlich für den kleineren Betrag, so lange der nur größer war als der der anderen.

Reiche haben es also nicht leicht, vor allem, wenn andere noch reicher sind. Doch es gibt Hoffnung: Denn es scheint so, als sei es doch möglich, das Wohlstandsparadox auszutricksen. Dafür muss man laut aktueller Forschung das Geld, was einem auf dem Konto oder im Depot nichts als Sorgen um kollabierende Banken und sinkende Kurse bereitet, offenbar ausgeben. Allerdings nicht für sich selbst, sondern für andere.

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Kommentare zu " Glücksforschung: Macht Geld glücklich?"

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  • Naja wenn ich soviel Geld wie die genannten Personen habe, wäre das Spenden ja ebenfalls kein Problem. Ausserdem hat das hier nichts mit Spenden zu tun, der Hintergedanke ist hierbei das zu versteuernde Einkommen, was mit einer Spende weniger belastet wird.

    Dieser beitrag ist wirklich absoluter mist, enttäuscht mich ein wenig sowas überhaupt zu veröffentlichen.

  • Naja wenn ich soviel Geld wie die genannten Personen habe, wäre das Spenden ja ebenfalls kein Problem. Ausserdem hat das hier nichts mit Spenden zu tun, der Hintergedanke ist hierbei das zu versteuernde Einkommen, was mit einer Spende weniger belastet wird.

    Dieser beitrag ist wirklich absoluter mist, enttäuscht mich ein wenig sowas überhaupt zu veröffentlichen.

  • ich habe selten einen derart oberflächlichen Mist gelesen. Platte Fragestellungen mit wundersamen Antworten und - swuppdiwupp - hat man den gewünschten Effekt: Geld macht nicht wirklich glücklich....!
    Was für ein Wohlbefinden für die armnen Schlucker ...!

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