Größter Solarpark der Welt entsteht
Solarstrom lockt auch Ölmultis

Eine Industriebrache im sächsischen Espenhain. Hier hat eine Brikettfabrik früher ihren Kohlestaub entsorgt – und 21 Hektar schwer nutzbare Problemfläche hinterlassen.

HB DÜSSELDORF. Ausgerechnet dieser schwarze Fleck hat nun sonnige Aussichten: Die Berliner Geosol GmbH baut dort ab April den größten Solarpark der Welt. Mit 5 Megawatt Spitzenleistung (MWp) und unverfänglichem Namen: „Leipziger Land“.

Die ehemalige Braunkohle-Region ist bei Solar-Entwicklern wie Geosol beliebt: „Hier gibt es für solche Anlagen eine große Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagt Geosol-Geschäftsführer Gero Hollmann. Außerdem strahle die Sonne hier so intensiv wie in Nordbayern. Und: An Industriebrachen herrscht kein Mangel. „Zudem arbeiten die Genehmigungsbehörden hier sehr schnell“, freut sich Hollmann.

Die Berliner Entwicklungsfirma hat 22 Millionen Euro in den Solarpark investiert. Shell Solar liefert 33 500 Solarmodule der neuen QS- Serie. Jedes dieser Module besteht aus 72 monokristallinen Siliziumzellen, die in Reihe geschaltet sind. Im Solarpark werden jeweils 18 Module zu einem so genannten String verknüpft. Bereits ab Juli soll der Solarstrom in das Mittelspannungs-Netz des Regionalversorgers envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) fließen. Nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) muss enviaM 20 Jahre lang 45,7 Cent je Kilowattstunde für den eingespeisten Solarstrom zahlen – die vom Gesetz vorgeschriebene kostendeckende Vergütung.

Hollmann will in der Region Leipzig-Gera-Chemnitz weitere Megawatt-Solarparks entwickeln. Und nicht nur er hat es eilig: Da die Einspeise-Vergütung für neue Projekte jährlich um 5 % sinkt, startet auch die Konkurrenz durch: So will die BP AG in einem Gewerbegebiet bei Merseburg – nur eine Autostunde entfernt – mit einem 6 MWp Sonnen-Kraftwerk die Shell/Geosol-Anlage übertrumpfen. Offizielle Informationen dazu will BP Ende Februar geben.

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