Größtes Teleskop wird auf Hawaii gebaut
Galaxien-Jäger suchen nach den ältesten Sternen

Auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii soll bis 2018 ein gewaltiges Teleskop entstehen. Die Anlage namens TMT werde über neunmal mehr Fläche zur Datensammlung verfügen als die derzeit größten optischen Teleskope. Mit dem TMT - Thirty Meter Telescope - wollen Astronomen unter anderem das Licht der ältesten Sterne und Galaxien auffangen und analysieren.

dpa PASADENA/HAMBURG. Auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii soll bis 2018 ein gewaltiges Teleskop entstehen. Die Anlage namens TMT werde über neunmal mehr Fläche zur Datensammlung verfügen als die derzeit größten optischen Teleskope, dies teilte die TMT Observatory Corporation mit. Als Standort sei auch der Berg Cerro Armazones in der chilenischen Atacamawüste erwogen worden. Auf dem Mauna Kea seien die Witterungsbedingungen allerdings günstiger und stabiler, befanden die Chefs der Gesellschaft. An beiden Standorten gibt es bereits riesige Observatorien.

Mit dem TMT - Thirty Meter Telescope - wollen Astronomen unter anderem das Licht der ältesten Sterne und Galaxien auffangen und analysieren. Zudem sollen die Planeten naher Sterne untersucht und physikalische Gesetze überprüft werden. Kern der Anlage werde ein Spiegel mit 30 Metern Durchmesser aus insgesamt 492 Einzelsegmenten sein. Dank ausgefeilter Technik werde der Unschärfe-Effekt der Erdatmosphäre keine Rolle spielen, das TMT liefere so klare Bilder wie ein Weltraumteleskop, kündigte die Gesellschaft an. Die hawaiianischen Behörden müssten dem Vorhaben aber noch zustimmen.

Der Mauna Kea ist mehr als 4 000 Meter hoch und nicht aktiv. Eine solche Höhe ist günstig, weil die Luft dünn und sehr trocken ist - und die Wolken meist unterhalb der Messstation liegen. Die Teleskope auf dem Gipfel werden von vielen Nationen genutzt. Am TMT-Projekt sind derzeit neben dem California Institute of Technology und der Universität Kaliforniens auch die Acura, eine Organisation kanadischer Universitäten beteiligt. Zudem wirken seit 2008 japanische Wissenschaftler mit. Die Gesamtkosten für das Prokjekt liegen bei mehreren Hundert Mill. Euro.

Auf der Kanaren-Insel La Palma wurde kürzlich erst das bislang größte Spiegelteleskop der Welt fertiggestellt, das Gran Telescopio Canarias (Grantecan). Das Herzstück dieses "Galaxien-Jägers" ist ein Spiegel von 10,4 Metern Durchmesser, der aus 36 sechseckigen Segmenten besteht. Das Teleskop ist insgesamt etwa 400 Tonnen schwer - und lässt sich dennoch mühelos mit der Hand bewegen, da es auf einer dünnen Ölschicht "schwimmt".

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