Großserienfertigung für Cis-Module
Solarzellen vom Schrauben-König

Solarmodule, die mit der neuen Cis-Technologie hergestellt werden, kommen im Gegensatz zu den bislang am Markt etablierten Produkten ohne den derzeit knappen Rohstoff Silizium aus. In Schwäbisch Hall entsteht momentan eine der modernsten Solarzellenfabriken, in der man voll auf die neue Herstellungsmethode setzt. Der Kopf dahinter: Schrauben-König Reinhold Würth.

SCHWÄBISCH HALL. Wer einen Blick hinter die Kulissen einer der modernsten Solarzellenfabriken der Welt werfen will, der muss erst einmal seine Taschen leeren. Handys oder gar Fotoapparate sind Tabu in dem schicken Neubau im Industriegebiet direkt am Flughafen von Schwäbisch Hall. Hier hat der größte europäische Händler für Befestigungstechnik Würth in nur einem Jahr seine Solarzellen-Fabrik hochgezogen.

Es ist die erste Großserienfertigung für Solarmodule mit der neuen Cis-Technologie, bei der Schichten einer Verbindung aus den drei Stoffen Kupfer, Indium, Selen (CuInSe2) auf eine Glasplatte aufgedampft werden. Im Gegensatz zu den bislang am Markt etablierten Solarmodulen kommt diese Technik ohne den derzeit knappen Rohstoff Silizium aus.

Patentgeschütztes Herzstück der Anlage ist der thermische Verdampfer zur Beschichtung der Glasscheiben. „Kein anderer Hersteller verfügt über eine solche integrierte Produktionslinie“, betont Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar. Bis auf die angelieferten Glasscheiben macht Würth alle Beschichtungs- und Fertigungsschritte bis zum fertigen Solarmodul unter einem Dach selbst. „Dadurch sind wir sehr flexibel und schnell“, sagt Groß.

Ende Oktober soll der Startschuss für die komplexe Produktion fallen. Bis dahin wird geschraubt, getestet und abgenommen. Am Flip-Chart in der Anlieferungshalle steht das straffe Zeitmanagement für die Probeläufe. Nicht mehr als fünf Minuten darf sich ein Maschinenführer mit einem Problem aufhalten. Kommt sein Gruppenleiter in einer Stunde nicht mit dem Problem klar, müssen Spezialisten ran. Gibt es binnen drei Stunden keine Lösung, folgt ein großes Meeting. „Wir können es uns nicht leisten, dass wir erst nach drei Tagen erfahren, wenn es ernste Probleme gibt“, sagt der 32-jährige Projektleiter Stefan Mähr.

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