Hamburger Wissenschaftler entwickeln neuen Wirkstoff gegen Aids

Forschung + Innovation
Hamburger Wissenschaftler entwickeln neuen Wirkstoff gegen Aids

Hamburger Wissenschaftler haben nach Universitätsangaben einen neuen Wirkstoff zur Unterdrückung des Aids- Erregers HIV entdeckt.

dpa HAMBURG. Hamburger Wissenschaftler haben nach Universitätsangaben einen neuen Wirkstoff zur Unterdrückung des Aids- Erregers HIV entdeckt. Gemeinsam mit Kollegen von der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Münchner Unternehmen Axxima Pharmaceuticals hätten die Wissenschaftler um Ilona Hauber eine neue Möglichkeit gefunden, die Vermehrung von Aidsviren zu hemmen.

Das teilte das Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie der Hamburger Universität am Montag mit. Die Ergebnisse sind im „Journal of Clinical Investigation“ (Bd. 115, Nr. 1) vom Januar veröffentlicht. HIV-Infektionen bleiben aber nach Überzeugung der Forscher unheilbar.

Die Wissenschaftler berichten, dass sie ein menschliches Enzym gehemmt haben, auf das HIV für seine Vermehrung angewiesen ist. Viren können sich nicht alleine vermehren, sondern benötigen dazu eine Wirtszelle. Die meisten der zurzeit existierenden HIV-Medikamente stören Enzyme des Aidsvirus. Mit dem neuen Verfahren werde erstmals ein menschliches Enzym (Deoxyhypusin-Synthase) Ansatzpunkt, betonten die Forscher. So sollen sich auch Aidsviren bekämpfen lassen, die gegen bisher übliche Behandlungen resistent geworden sind.

Nach Angaben des Heinrich-Pette-Instituts treten verstärkt resistente Viren auf, die auf die herkömmliche antiretrovirale Therapie nicht mehr ansprechen. Außerdem zeigen sich zunehmend unerwünschte Nebenwirkungen. Derzeit leben weltweit etwa 40 Mill. HIV-Infizierte. Dabei nimmt die Zahl der Neuinfektionen zu, auch in Deutschland.

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