Hannover Messe 2008
Die Leistungsschau des Marathonläufers

Der Maschinen- und Anlagenbau gilt als Marathonläufer unter den verschiedenen deutschen Industriezweigen. Seit 2004 ist die Schlüsselbranche mit den mehr als 6000 Unternehmen, 935 000 Beschäftigten und über 180 Milliarden Euro Umsatz im Aufwind. Auf der weltgrößten Technologieschau in Hannover präsentiert die Branche ab Montag ihre neusten Trends.

HB HANNOVER. Roboter werden immer selbstständiger, Automaten immer kleiner und Produktionsprozesse kosten- und umweltschonender. So fassen Experten die neuesten Trends in der Welt der Industrie zusammen, die ab nächsten Montag auf der weltgrößten Technologieschau, der Hannover Messe, im Vordergrund stehen.

Ungeachtet der Rekordpreise für Rohstoffe, der für Exporteure schwierigen Wechselkursverhältnisse und der jüngsten Abschwächungstendenzen in der Weltwirtschaft sieht die deutsche Industrie derzeit keinen Grund zum Konjunkturpessimismus. Die Auftragsbücher sind voll und auch aus dem Ausland ist trotz der Verteuerung gegenüber dem Dollar zuletzt die Nachfrage nach deutschen Maschinen weiter gewachsen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie ging bisher von einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes von bis zu zwei Prozent aus und will seine Prognose zu Beginn der Hannover Messe aktualisieren. Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag der Auftragseingang nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zuletzt im Februar real um zehn Prozent über dem Vorjahr - ein wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Das Inlandsgeschäft wuchs um zwölf Prozent. Aus dem Ausland gab es neun Prozent mehr Bestellungen. Auch über drei Monate gesehen - Dezember 2007 bis Februar 2008 - nahmen die Aufträge um zehn Prozent zu.

Der Maschinen- und Anlagenbau gilt als Marathonläufer unter den verschiedenen deutschen Industriezweigen. Seit 2004 ist die Schlüsselbranche mit den mehr als 6000 Unternehmen, 935 000 Beschäftigten und über 180 Mrd. Euro Umsatz im Aufwind.

Die Hannover Messe wird an diesem Sonntag von Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem früheren japanischen Ministerpräsident Shinzo Abe eröffnet. Japan ist in diesem Jahr Partnerland auf der Industrieschau - rund 150 Aussteller kommen aus dem fernöstlichen Land nach Hannover, darunter etwa Toyota und Sharp. Die Japaner erwarten neue Kontakte und ein engeres Zusammenrücken der beiden Industrieländer.

Insgesamt stellen vom 21. bis 25. April in Hannover knapp 5100 Unternehmen aus 62 Ländern ihre Produkte vor. Fast jeder zweite Aussteller kommt aus dem Ausland. Erstmals wird sich auch die Kraftwerksbranche mit neuesten Entwicklungen präsentieren. Dauerbrenner sind Weiterentwicklungen zum sparsamen Umgang mit Energie und Schonung der Umwelt und des Klimas. Die technischen Systeme werden immer intelligenter, komplexer und unabhängiger von menschlicher Bedienung. Da gibt es fahrerlose Transportsysteme, mobile Roboter und Autos, die selbstständig manövrieren können.

Beim wichtigen Thema Energieeffizienz gehen Experten davon aus, dass es noch immense Einsparpotenziale gibt. Mit den bekannten technischen Systemen seien sie aber nicht zu heben, vielmehr müsse es dafür ganz neue Lösungen geben. Der Klimaschutz sei eine treibende Kraft in der Branche, heißt es. Dabei gehe es um die größtmögliche Effizienz, nicht nur beim Energieeinsatz, sondern insgesamt darum, Kosten zu senken und Produktivität zu steigern.

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