Hans-Jörg Bullinger im Gespräch
„Utopien beschleunigen die Zukunft“

In den Laboren der Fraunhofer-Institute brüten 18.000 Forscher Innovationen aus. Redakteurin Katrin Terpitz sprach mit dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, über aktuelle Techniktrends.

DüsseldorfHerr Professor Bullinger, welche Innovationen werden künftig unser Leben am meisten verändern?

In Zukunft wird Informationstechnologie alle Lebensbereiche durchdringen und gewaltig umwälzen. Viel mehr noch als wir uns heute vorstellen können. Die Interaktion Mensch-Computer wird deshalb noch viel ausgefeilter und intensiver. Touchscreen, Spracheingabe wie beim neuen iPhone oder Computersteuerung über Gestik, wie wir sie von Spielekonsolen kennen, stehen erst am Anfang.

Warum kann moderne IT so viel verändern?

Sie ermöglicht intelligente Vernetzung bisher getrennter Bereiche. IT revolutioniert zum Beispiel den schonenden Umgang mit Ressourcen und Energie, ein weiterer Megatrend. Künftig wird die komplette Energieerzeugung und -speicherung intelligent kommunizieren. Stichwort: Smart grids und smart metering. Wir werden überall dezentrale Strom-Einspeiser haben, die mit großen Wind- und Solarparks kommunizieren.

Haben wir künftig eigene Mini-Kraftwerke im Haus?

Diese werden mit regenerativen Energien wie Solar oder Wärmepumpe betrieben. Überschüssigen Strom speisen wir ins allgemeine Netz. Noch sinnvoller ist es aber, die selbst produzierte Energie möglichst vor Ort zu speichern. So werden künftig auch unsere privaten Elektroautos als Stromspeicher herhalten. Die Struktur der Stromversorgung, unserer Gebäude und der Städte wird sich komplett wandeln.

Wie sieht die „Stadt von morgen“ denn aus?

Die Stadt der Zukunft wird bereits in „Masdar City“ in Abu Dhabi Wirklichkeit. Auch Fraunhofer-Forscher, Bauphysiker und Solarforscher, entwickeln diese Modellstadt in der Wüste mit. Sie nutzt ausschließlich regenerative Energien, ist klimaneutral und müllfrei.

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