Hersteller fordern Steuervergünstigungen
USA forcieren die Wasserstoff-Forschung

Bei der Entwicklung der Wasserstoff-Technologie drohen die Europäer von den USA überrundet zu werden. Die USA planten ein Programm mit fünf bis sechs Mal so viel Geld, wie die Europäische Union bereitstelle, sagte Klaus-Viktor Peinemann vom Forschungszentrum Geesthacht auf der Wasserstoffmesse in Hamburg.

HB HAMBURG. Innerhalb von fünf Jahren würden in den USA rund 1,7 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro) zur Förderung der umweltfreundlichen Technologie ausgegeben. In der EU sei nur eine Verdoppelung der bisherigen Mittel von 130 Mill. Euro aus dem Zeitraum 1999 bis 2002 möglich.

Auch die Industrie fordert finanzielle Unterstützung. So wünschen sich die Hersteller von Wasserstoff- Technologien steuerliche Anreize und vereinfachte Entscheidungswege. „Nichts ist schädlicher für den Erfolg einer großen Sache als zersplitterte Entscheidungswege und kleinteilige Organisationen“, sagte der Vorsitzende des Industriegaskonzerns Linde, Wolfgang Reitzle, Anfang Oktober beim „Wasserstofftag“ in München.

Wasserstoff gilt vielen Energiefachleuten als der Energieträger der Zukunft. Bei der Verbrennung entsteht nur Wasserdampf. In Deutschland fahren zur Zeit etwa 60 Testwagen und 30 Busse mit Wasserstoff. Dazu zählen auch drei mit Brennstoffzellen betriebene Busse, die in Hamburg im normalen Betrieb eingesetzt werden. Der Wasserstoff für diese Busse wird bereits mit Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt.

Zur Zeit ist Wasserstoff als Brennstoff noch viel teurer als Benzin oder Diesel. Um Wasserstoff aus Wasser zu erzeugen, wird Energie benötigt. Bislang wird dazu Strom aus normalen Kraftwerken verwendet. Nach Ansicht von Experten sollte die Energie jedoch aus Wind, Sonne oder anderen erneuerbaren Trägern stammen – auch wenn dadurch der Wasserstoff im großen Stil weit weg von Europa erzeugt würde. So könnten im großen Stil Treibhausgase vermieden werden.

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